15.7.2008
Schick: Künftig mehr verheiratete Priester vorstellbar
Ausnahmen bestätigen die Regel
Der Bamberger katholische Erzbischof Ludwig Schick kann sich „gut vorstellen, dass es in Zukunft mehr verheiratete Priester in der katholischen Kirche geben wird, als das bisher der Fall ist“. In einem Interview des „Fränkischen Tages“ in Bamberg bezeichnete er zugleich den Zölibat als wichtig für die Kirche.
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„Wir brauchen in der Kirche immer eine genügende Zahl an unverheirateten Priestern, die in den Pfarreien wirken. Nur so kann Kirche über diese Welt hinausweisen und die Transzendenz unseres Glaubens glaubhaft verkörpern.“ Im Interesse der Glaubwürdigkeit der Kirche müssten diejenigen, die ein zölibatäres Leben zu führen gelobt hätten, dieses Versprechen auch halten. Das gelte auch für Eheversprechen.
Schick will nach eigenem Bekunden an den „differenzierten Formen von pastoralem Personal“ und der Mitarbeit vieler Ehrenamtlicher festhalten. Ausgebildete Theologen unterstützten als Gemeinde- oder Pastoralreferenten sehr gut die Pfarrer. Verheiratete Priester sind in der katholischen Kirche sehr selten. In Deutschland gibt es sie vereinzelt, etwa konvertierte ehemalige evangelische Pfarrer oder Priester aus den mit Rom unierten Ostkirchen.
(kna)