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16.2.2011

Bischof Bode äußert sich an seinem Geburtstag zum Theologen-Memorandum

"Das ist erstmal positiv"

Der Osnabrücker Bischof Franz-Josef Bode, Vorsitzender der Pastoralkommission der Deutschen Bischofskonferenz und ihr langjähriger Jugendbischof, ist genau 60 Jahre alt. Im domradio.de-Geburtstagsinterview spricht Bischof Bode über die Feierlichkeiten, seine Heimat und auch über die aktuelle Debatte um das Theologenmemorandum.

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domradio-Archiv: Bischof Bode im Interview
 (© ddp )

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Der Osnabrücker Bischof räumt ein, dass in dem Memorandum "sehr wichtige Fragen" angesprochen würden, allerdings hätten sie "differenzierter sein können". Mit vielen Themen seien Bischöfe und Laien in der Vorbereitung des Dialogprozesses schon beschäftigt, da Memorandum sei daher "jetzt so dazwischengekommen". Dennoch wertet Bode den Aufruf der Theologen als einen "wichtigen Diskussionsbeitrag, den wir in unsere Gespräche und unseren weiteren Weg mit einbauen müssen. Da melden sich Menschen mit Kompetenz zu Wort und das muss miteingebracht werden in den großen Dialog. Das sei "erstmal positiv" so Bode weiter.

Das Memorandum "Kirche 2011: Ein notwendiger Aufbruch", das mittlerweile über 200 katholische Theologieprofessoren unterschrieben haben  macht sich für einen Kurswechsel in der Kirche stark. Auf der Internetseite kirchenaufbruch-jetzt.de werden alle Katholiken aufgerufen, durch ihre Unterschrift die Forderungen nach Abschaffung des Zölibats und Reformen zu unterstützen.


Ehemals jüngster Ortsbischof einer deutschen Diözese
1995 berief Papst Johannes Paul II. den damals 44-jährigen Bode an die Spitze des Bistums Osnabrück. Damit war er jüngster Ortsbischof einer deutschen Diözese. Bode war 18 Jahre lang Mitglied der Jugendkommission der Deutschen Bischofskonferenz, 14 Jahre lang leitete er das Gremium. Seit 2010 ist er Vorsitzender der ihrer Pastoralkommission.

Bode wurde am 16. Februar 1951 in Paderborn geboren und wuchs in Etteln bei Paderborn auf. Er studierte in Paderborn, Regensburg und Münster Theologie. Nach der Priesterweihe 1975 arbeitete er zunächst als Vikar in Lippstadt und begleitete dann als Präfekt im Paderborner Theologenkonvikt die Priesteramtskandidaten des Erzbistums. Danach promovierte Bode an der Universität Bonn über den Dogmatiker und Moraltheologen Matthias Joseph Scheeben. 1991 wurde Bode Weihbischof in Paderborn. Am 12. September 1995 wurde er zum Bischof von Osnabrück ernannt und am 26. November desselben Jahres eingeführt.

Vespergottesdienst im Dom
Über sein Bistum hinaus ist Bode auch durch den Katholikentag bekanntgeworden, der 2008 in Osnabrück stattfand. Gemeinsam mit dem Münchner Erzbischof, Kardinal Reinhard Marx, und dem Essener Bischof Franz-Josef Overbeck koordiniert er den im vergangenen Jahr in Folge der Missbrauchsdebatte begonnenen Dialogprozess der Bischofskonferenz.

Für Diskussionsstoff sorgte Bode, als er am 1. Advent 2010 im Osnabrücker Dom in einem Bußgottesdienst stellvertretend für Missbrauchsdelikte an Kindern und Jugendlichen öffentlich Abbitte leistete, die in seinem Bistum verübt wurden.

Bischof Bode feiert heute ab 17 Uhr im Dom einen Vespergottesdienst, in dem der Hamburger Erzbischof Werner Thissen predigt. Anschließend findet ein Empfang in der benachbarten Ursulaschule statt.

( dr / kna )