Livestream des Ökumenischen Gottesdienstes in Frankfurt
Livestream des Ökumenischen Gottesdienstes in Frankfurt
14.05.2021

Nicht länger zusehen, sondern handeln
Frankfurt – ein Ort des Grauens?

"Schaut hin!": Das Motto des Ökumenischen Kirchentages in Frankfurt kann DOMRADIO.DE-Chefredakteur Ingo Brüggenjürgen nur befürworten. Wegschauen hilft bei allen Krisen und allem Elend nicht. "Not sehen und mutig Handeln" – das sei nun angesagt.

Wenn Fräulein Rottenmeier auftauchte, verschwand unser Sohn Bendix hinter dem Sofa. So sehr er die Geschichten von Heidi und dem Großvater oben in den Schweizer Bergen auch liebte – Frankfurt war für ihn der Ort des Grauens. Um die böse Rottenmeier und ihren Wohnort machte man besser einen weiten Bogen. Selbst im Auto auf A5 hielt er sich die Augen zu, sobald die Frankfurter Hochhäuser ins Blickfeld kamen. Man mag darüber schmunzeln – aber auch meine Frau schaltet regelmäßig unser TV-Programm um, wenn Filme ihr zu grausam werden. Ich glaube, es ist keine Familienkrankheit. Es ist nur zu menschlich, wenn wir das Böse am liebsten ausblenden wollen. Wenn wir es einfach nicht ertragen, wenn andere leiden. Doch so sehr wir uns auch nach einer Hütte oben in den Bergen und einer heilen Heidi-Welt sehnen – hier unten auf der Erde ist die Welt leider nicht immer heil! Krankheiten, Tod – Not und Elend – oft beginnt es schon unter dem eigenen Dach – spätestens aber direkt vor unserer Haustür. Daher finde ich es gut, wenn das Motto des gerade laufenden Ökumenischen Kirchentages in Frankfurt lautet: „Schaut hin!“ Denn es geht einfach nicht, wenn wir als Christen das Kreuz ausblenden. Egal, ob Krieg, Krankheit, Hunger- oder Flüchtlingskatastrophe, Klima- oder Kirchenkrise. Wegschauen hilft nicht. Einfach so weiter machen, so weitergehen – das geht nicht! Not sehen und mutig Handeln, wie es der barmherzige Samariter uns vormacht – das ist angesagt. Dann wird nicht nur das Grauen in Frankfurt beendet ;-).

 

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