Den Glauben nahe bringen
Den Glauben nahe bringen
19.06.2020

Der Beweis des öffentlichen Glaubensbekenntnisses
Ich glaube an die katholische Kirche!

Offen und öffentlich über den Glauben sprechen - dies ist DOMRADIO.DE-Chefredakteur Ingo Brüggenjürgen im heutigen Wochenkommentar sehr wichtig. Anstatt sich zurückhaltend zu bekennen, nutzt Ingo Brüggenjürgen die Chance, sich trotz Kritik öffentlich zu bekennen.

„Es ist doch total schwer, heute noch über seinen Glauben zu sprechen. Überall wird man angefeindet und für bekloppt erklärt!“, beschwerte sich eine Dame, die sich selber als „gut katholisch“ bei mir vorgestellt hatte. Gerne beweise ich hier öffentlich, dass das nicht stimmt: Ich glaube an Gott!

Ja – ich glaube an den wahren Gott, den wir Christen in den drei Personen Vater, Sohn und Heiliger Geist verehren. Ich glaube auch an die Liebe, die Gott uns Menschen immer wieder neu schenkt. „Du sollst Deinen Nächsten lieben wie Dich selbst!“ – was für ein wunderbares Gebot – in meinen Augen die beste Grundlage für Frieden und Gerechtigkeit. Es fällt mir nicht schwer, das zu glauben und zu bezeugen. Ich glaube auch an eine Vergebung der Sünden. Also an einen barmherzigen Gott, der uns kennt, uns versteht und uns verzeiht, egal welchen Bockmist wir verzapft haben. Und ich glaube sogar an ein Leben nach dem Tod – selbst, wenn ich mir das nicht so genau vorstellen kann.

Wo immer ich so von meinem Glauben erzähle, bin ich noch nie dafür beschimpft oder für bekloppt erklärt worden. Ganz im Gegenteil: Viele fragen sogar interessiert nach – selbst, wenn sie meinen Glauben nicht teilen. Manche hängen gar an meinen Lippen und würden die Frohe Botschaft, die ich mit-teile auch zu gerne glauben.

Ja – ich gebe zu, es gibt schon Leute, die mich für bekloppt halten: „Ingo, Du bist doch eigentlich ganz vernünftig, wie kannst Du denn noch in einer Kirche sein, wo der Macht-Missbrauch zum System gehört? Wo es keine Gleichberechtigung für Frauen gibt. Wo Homosexuellen erklärt wird, wie sie sich im Bett verhalten sollen. Das verstehe ich nicht!“

Tja – dann wird es schwierig – weil ich manche Dinge in unserer Kirche auch nicht überzeugend erklären kann. Aber ich bin trotzdem gerne in meiner Kirche – gerade, wenn sie verbeult und mit Fehlern daherkommt. Eine Kirche, die so unperfekt ist, wie ich selber. Eine Kirche, die aber von vielen Menschen getragen wird, die viel perfekter, mutiger, ehrlicher leben, als ich das je schaffen werde. Ja – ich glaube an diese katholische Kirche, die es mir und anderen nicht immer leicht macht. Aber ich glaube auch, dass meine Kirche besser werden kann – besser werden muss. Da vertraue ich ganz auf Gott. Ich selber kann ja schon mal mutig versuchen, besser zu werden.
 

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