16.08.2019

Wandergedanken
Nur nicht müde werden ...

Aus dem Urlaub meldet sich der DOMRADIO.DE Chefredakteur Ingo Brüggenjürgen lässt die Gedanken beim und übers Wandern schweifen.

Urlaubstage sind eine wunderbare Erfindung. Selbst wenn man bisweilen den Eindruck hat, sie vergehen wie im Flug. Da ich mich gerne an der frischen Luft bewege, habe ich in diesen Sommerferien wieder bevorzugt hohe Berge bestiegen. Mit jedem Schritt Richtung Gipfel wird die Welt da unten kleiner. Man spürt, wie der Alltagskram auf der Strecke bleibt. Es stimmt schon, was Reinhard Mey gesungen hat: "Alles was uns da unten groß und wichtig erscheint, wird hier oben nichtig und klein."
Wenn man nicht unbedingt auf den Haupt-Tourismusrouten unterwegs ist, hat man Gottes wunderbare Schöpfung zudem oftmals ganz für sich allein. Die wenigen anderen Wanderer, die man trifft, wirken beruhigend. Man ist also doch noch auf dem richtigen Weg! Und warum eigentlich klappt über 1000 Meter über dem Meeresspiegel der kurze freundliche Gruß immer viel besser als im ICE, wo bisweilen nicht mal der Sitznachbar zurück grüßt?

Ich weiß es nicht, aber ich weiß, dass sich jede Anstrengung lohnt. Klar, ich kann natürlich auch mit der Bergbahn, der Gondel oder mit dem Heli zum Gipfelstürmer werden. Doch selbst wenn die Aussicht genau die gleiche ist – dieses wunderbare Gefühl, dass ich mir den Weg zum Gipfel hart erarbeitet habe und aus eigener Kraft mein Ziel erreicht habe – das gehört nur mir. Es ist wie im Leben. Der Lebensweg hat Höhen und Tiefen, bisweilen ist er sogar sehr mühsam und es wird einem nichts geschenkt. Doch wer sich redlich müht, der wird am Ende belohnt. Garantiert!

"Lasst uns nicht müde werden, das Gute zu tun; denn wenn wir darin nicht nachlassen, werden wir ernten, sobald die Zeit dafür gekommen ist" (Gal 6,9). Was für ein wunderbares himmlisches Versprechen: Bei der Bergwanderung ist es das Gipfelkreuz. Bei meinem Lebensweg wird es Gott selber sein, der mich am Ende in seine liebevollen Arme nimmt. Hier oben in den Bergen, wo man dem Himmel ein wenig näher ist, spürt man das jeden Tag neu. Nur eine Bitte hätte ich dann doch noch: Selbst wenn der Urlaub hier in den Bergen fast vorbei ist und mich in Köln schon wieder Mailberge erwarten, möge der Himmel bitte doch noch ein wenig warten. Das Leben ist einfach zu schön!

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