13.07.2018

Reisetipps für die Seele

Wenn sich der Himmel öffnet

DOMRADIO.DE Chefredakteur Ingo Brüggenjürgen setzt im dieswöchigen Kommentar ein Zeichen gegen den Urlaubsstress. Dafür verrät er seine Urlaubs- und Erholungsstrategie.

Juchhu, jetzt stehen für viele die „schönsten Wochen des Jahres“ an. Sommer, Sonne, gute Laune, weil man Schule und Arbeitsplatz hinter sich lassen kann. Darf ich Ihnen noch ein paar Urlaubstipps mit auf den Weg geben? Servicetipps, wie Sie Ihre Reiseapotheke bestücken und was Sie auf jeden Fall einpacken oder sich unbedingt anschauen sollten, gibt es ja in Hülle und Fülle. So darf ich mich auf den Part beschränken, der Ihre Seele baumeln lässt:

Versuchen Sie doch einmal – das ist gar nicht so einfach – Ihr Leben ein wenig loszulassen. Alles, was sonst Ihren Alltag regelt, einfach hinter sich zu lassen. Sich völlig loszulösen von den Sorgen und Mühen des Alltags. Das gelingt am besten, wenn man sich frei macht. Verzichten Sie also auf all das, was Ihr Leben sonst beschwert. Das dürfen Sie ruhig auch wörtlich nehmen. Wenn ich die vollgestopften Koffer an den Flughäfen und Bahnhöfen sehe, oder im Stau die bis unter das Dach beladenen Autos, dann frage ich mich immer, ob das alles für die Erholung wirklich notwendig ist.

Es ist wie bei einer Wanderung in den Bergen: Mit einem leichten Rucksack, in dem wirklich nur die allernötigsten Dinge Platz finden, wandert es sich völlig unbeschwert, und man kommt auf die höchsten Gipfel. Ich denke, in unserem Leben ist das oft genauso. Die Freiheit, die Gott uns mit jedem neuen Sonnenaufgang schenkt, die können wir dann richtig spüren, wenn wir einmal all den unsinnigen Ballast hinter uns lassen. Barfuß am Strand – über die grüne Wiese – oder mit den Wanderschuhen über Stock und Stein. Irgendwann spürt man, wie wenig man zum Leben braucht. Wie herrlich die Sonne den Rücken wärmt und die frische Luft gleichsam die Seele freipustet! Irgendwann bekommt dann die Seele Flügel, und der Himmel erhält eine unendliche Weite. Man kann es nicht erzwingen, aber wenn man seine Ohren und Augen, ja sein Herz für die Schönheit der Schöpfung und des eigenen Lebens öffnet, dann stellen sich bisweilen diese kostbarsten Momente im Leben ein. Die Momente, in denen man selber ganz klein – und Gott ganz groß wird. Die Momente, in denen man die Fülle des Lebens geschenkt bekommt, obwohl man gerade nichts in den Händen hält und alles hinter sich gelassen hat. Ich wünsche Ihnen allen diese wunderbaren Momente! Man braucht dafür übrigens keine Luxuskreuzfahrt mit Sonnenuntergangssuite und auch keine lange Reise oder gefährliche Urlaubs-Expedition. Ich versichere Ihnen, der weite Himmel öffnet sich selbst schon direkt vor Ihrer Haustür… 

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