30.09.2021

Italiens Bischöfe planen synodalen Weg auf fünf Jahre Weltsynode als "narrative Phase"

Die katholische Kirche in Italien will ihren synodalen Prozess bis 2025 ausdehnen. Das Programm der Weltsynode soll die erste Phase bestimmen. 2025 finde eine größere Kirchenversammlung statt, die mutige Orientierungen geben soll.

Der Ständige Rat der Bischofskonferenz hatte von Montag bis Mittwoch in Rom vornehmlich über den synodalen Prozess der Kirche in Italien beraten. Dabei wurde neben einem groben Zeitplan auch eine Materialsammlung beschlossen, die Diözesen, Gemeinden und Ordensgemeinschaften in Kürze online zur Verfügung gestellt wird.

Kirchenversammlung 2025

Für die erste Phase bis Oktober 2023 wollen die Bischöfe das vom Papst vorgesehene Programm der weltweiten Synode (2021-2023) übernehmen, so der Generalsekretär der Italienischen Bischofskonferenz, Stefano Russo, am Donnerstag in Rom. Daran schließen sich eine Orientierungsphase (2023-2024) zur Rezeption der bis dahin erzielten Ergebnisse sowie eine größere Kirchenversammlung 2025 an. Diese, so Russo, werde "versuchen, einige prophetische und mutige Orientierungen zu geben".

Die vom Papst ausgerufene Weltsynode wollen die italienischen Bischöfe im ersten Jahr als eine "narrative Phase" anlegen. Dabei sollen Erfahrungen, Wünsche, Leiden und Ideen möglichst vieler Menschen gesammelt werden. Von diesen sollen im Folgejahr, also ab Herbst 2022, einzelne Themen vertieft werden. Über weitere Schritte, etwa die Besetzung eines Nationalkomitees für den synodalen Weg, soll eine außerordentliche Vollversammlung Ende November entscheiden.

Kritik an Legalisierung aktiver Sterbehilfe

Des weiteren wiederholten die Bischöfe zum Abschluss ihres Treffens ihre Kritik an einem geplanten Referendum zur Legalisierung aktiver Sterbehilfe in Italien. "Menschen beim Sterben zu helfen", so die Bischöfe, "ist keine Errungenschaft an Zivilisation oder Freiheit, sondern eine gefährliche Bestätigung des Effizienzdenkens und des Nihilismus, die sich in der Gesellschaft ausbreiten."

Schon jetzt entledige sich die Gesellschaft alter Menschen, indem sie diesen zum Teil notwendige Medikation und Behandlung versage. Umso mehr müssten daher Palliativmedizin und Schmerztherapie für schwer- und sterbenskranke Patienten bekannt gemacht, ausgebaut und angewandt werden.

Sorge um Menschen in Afghanistan

Weiterhin besorgt äußerten sich die Bischöfe über die Lage in Afghanistan und der Menschen, die von dort fliehen. Zugleich lobten sie bereits ergriffene Maßnahmen wie Luftbrücken und andere Hilfen. Die Kirche ist den Aussagen zufolge weiterhin bereit, ihren Teil zur Versorgung, Aufnahme und Integration von Flüchtlingen beizutragen.

Weiterhin verabschiedete der Ständige Rat das endgültige Programm der für Ende Oktober geplanten 49. "Sozialwoche" in Tarent. An dem Treffen nehmen demnach 142 Bischöfe und 670 Delegierte aus 218 Diözesen teil. Sie wollen vom 21. bis 24. Oktober in der süditalienischen Hafenstadt über Perspektiven für eine sozial wie ökologisch nachhaltigere Gesellschaft beraten.

Neben den Besetzungen diverser Kommissionen befasste sich die Versammlung in Rom mit einem geplanten Treffen katholischer Bischöfe des Mittelmeerraums vom 23. bis 27. Februar in Florenz. Damit wolle man an ein ähnliches Treffen Anfang 2020 in Bari anknüpfen, hieß es.

Roland Juchem
(KNA)

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