21.04.2021

Spanischer Kardinal mahnt zu Einsatz gegen soziale Not Einmischen statt heraushalten

Die katholische Kirche in Spanien darf vor der sozialen Not im Land durch die Pandemie "nicht die Augen verschließen". Das forderte Barcelonas Kardinal Juan Jose Omella zum Auftakt der Vollversammlung des spanischen Episkopats.

"Viele bilden sich ein, dass alles wieder wie früher wird, wenn die Pandemie erst mal vorbei ist", so der Bischofskonferenz-Vorsitzende Omella. Doch das werde sicher nicht der Fall sein.

Soziale Ungleichheit nehme in Spanien immer mehr zu; gleichzeitig falle die Politik vor allem durch Parteienstreit und Populismus auf, so Omella nach Angaben des Portals "Vatican News" (Dienstag). Umso wichtiger sei, dass die Kirche für soziale Reformen eintrete und die Arbeit der Caritas noch verstärke. Besorgt zeigte er sich auch über die Jugendarbeitslosigkeit, die in Spanien wegen der Pandemie nahe an der 40-Prozent-Marke liegt.

Nicht aus allem heraushalten

Zwar sei die Kirche "kein Unternehmen, keine Partei und keine Lobby"; doch dürfe sie sich nicht, "wie einige das gern hätten, aus dem sozialen, kulturellen und politischen Dialog heraushalten".

Wörtlich sagte der Kardinal: "Keiner kann von uns verlangen, dass wir die Religion in den Privatbereich des Einzelnen verlagern, ohne das soziale und nationale Leben zu beeinflussen; ohne uns um die Gesundheit der Institutionen der Gesellschaft zu kümmern; ohne unsere Meinung über Dinge zu sagen, die die Bürger etwas angehen".

Kritik an Gesetz zu Sterbehilfe

Katholiken müssten "global und lokal eine Führungsrolle für die soziale Kohäsion in der Welt und in der Gesellschaft" übernehmen.

Mit deutlichen Worten verurteilte Barcelonas Erzbischof auch das jüngst beschlossene Gesetz zu aktiver Sterbehilfe. Es stehe gegen "soziale Sensibilität für ältere und kranke Menschen".

(KNA)

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