Twitter auf dem Smartphone
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26.11.2020

Twitter entfernt Aufruf zum Verbrennen von Priestern nicht Trotz eigener Anti-Hass-Regeln

Auf Twitter waren tagelang Nachrichten mit einem spanischen Hashtag, der eine lebendige Verbrennung katholischer Priester fordert, zu sehen. Trotz der Einschränkungen von Hetze im Internet war er zunächst nicht entfernt worden.

Das berichtet das US-Internetportal "Crux". Die Einladung zu #FuegoAlClero - zum Anzünden des Klerus - sei zuerst von mehreren pro-marxistischen Anhängern herausgegeben worden, heißt es dort.

Ziel sei die Unterstützung einer Reform des spanischen Bildungssystems gewesen, das den Staat in die Kontrolle des Religionsunterrichts an öffentlichen Schulen bringt. Ferner solle die Unterstützung Tausender katholischer Schulen eingeschränkt werden.

Twitter habe trotz Beschwerden nicht reagiert

Der Aufruf wurde jedoch von Aufrufen zum Abbrennen von Kirchen begleitet. So heiße es in einem Kommentar: "Die einzige Kirche, die beleuchtet wird, ist die, die in Flammen steht". Unterzeichnet ist der Aufruf laut Crux von "den Töchtern der Hexen, die man nicht verbrennen konnte". Noch am Donnerstagmorgen war der Hashtag frei abrufbar.

Twitter habe bislang nicht reagiert, obwohl sich Tausende Nutzer beschwerten, dass der Hashtag Hass und einen direkten Verstoß gegen die Unternehmensregeln gegen "Gewalt, Belästigung und andere ähnliche Verhaltensweisen" auslöste, so Crux.

Keine Verherrlichung von Gewalt bei Twitter

In den Bestimmungen von Twitter heißt es, dass Nutzer "keine Gewalt gegen eine Person oder eine Gruppe von Personen drohen" dürfen.

Die Verherrlichung von Gewalt ist demnach ebenso verboten wie die Nutzung der Plattform zur Förderung von gewalttätigem Extremismus, Belästigung oder hasserfülltem Verhalten aufgrund religiöser Zugehörigkeit.

Erzbischof von Barcelona kritisert neues Gesetz

Das nach Bildungsministerin Isabel Celaa benannte Gesetz zur Reform des spanischen Bildungssystems hat in der vergangenen Woche seine erste Hürde genommen und wird voraussichtlich trotz mangelnder Unterstützung durch Bildungseinrichtungen in Kraft treten.

Der Erzbischof von Barcelona und Vorsitzende der Spanischen Bischofskonferenz, Kardinal Juan Jose Omella, kritisierte das Gesetz zuletzt in einem Gastkommentar in der Zeitung "La Vanguardia".

(KNA)

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