Brennende Kirche in Chile stürzt ein
Brennende Kirche in Chile stürzt ein
Chile, Santiago: Eine Heiligenfigur brennt, nachdem Demonstranten die Kirche San Francisco de Borja angezündet haben.
Chile, Santiago: Eine Heiligenfigur brennt, nachdem Demonstranten die Kirche San Francisco de Borja angezündet haben.

19.10.2020

Chilenischer Erzbischof verurteilt Ausschreitungen "Gott verabscheut die Gewalt!"

In Santiago de Chile sind am Sonntag zwei Kirchen verwüstet und in Brand gesteckt worden. Die Taten ereigneten sich am Rande von Demonstrationen zum ersten Jahrestag regierungskritischer Massenproteste. Der Erzbischof von Santiago veruteilt die Ausschreitungen mit deutlichen Worten.

Besonders betroffen war die Mariä-Himmelfahrts-Kirche, deren Turm einstürzte. Bei dem Gebäude handelt es sich um eine der ältesten Kirchen Santiagos aus dem Jahr 1876. Chilenischen Medienberichten zufolge war zuvor auch die "Iglesia de San Francisco de Borja" angezündet worden. Tausende Demonstranten hatten sich zunächst friedlich auf der Plaza Italia versammelt. Doch wie schon im Vorjahr kam es auch zu Plünderungen und Zerstörungen von Geschäften und öffentlichen Einrichtungen, darunter die beiden Kirchen.

"Uns schmerzt die Zerstörung so vieler öffentlicher Einrichtungen, aber vor allem tut es uns Leid um die vielen Chilenen, die friedlich auf die Straße gegangen sind", sagt der Erzbischof von Santiago de Chile, Celestino Aós, in einer Video-Botschaft. Die Bilder von den brennenden Kirchen bewegten nicht nur die Menschen in Chile, sondern Gläubige in der ganzen Welt, fährt er fort. In diesem Moment des Schmerzes sei er in Gedanken und im Gebet bei den beiden betroffenen Gemeinden. An die Chilenen gewandt sagte er: "Hört auf mit der Gewalt. Gott verabscheut die Gewalt!"

Im Herbst 2019 waren in Chile täglich Tausende auf die Straße gegangen, um einen besseren Zugang zu Gesundheitsversorgung und Bildung sowie eine Abkehr vom neoliberalen Wirtschaftssystem zu fordern. Wegen ihres oft brutalen Vorgehens war die Polizei in Chile in die Kritik geraten. Mehr als 30 Menschen kamen bei den Kundgebungen ums Leben.

(DR, dpa)

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