Eine Frau hält eine Kerze während einer Mahnwache zum Gedenken an die Opfer
Eine Frau hält eine Kerze während einer Mahnwache zum Gedenken an die Opfer

07.08.2020

Erzbischof ruft Völkergemeinschaft zur Hilfe für Beirut auf "Der Libanon ist das Herz des ganzen Nahen Ostens"

Nach der verheerenden Explosion in der libanesischen Hauptstadt Beirut hat der Vorsitzende der Kommission Weltkirche der Deutschen Bischofskonferenz die internationale Völkergemeinschaft zur Hilfe aufgerufen.

Der Libanon brauche bei der bei der Bewältigung der Katastrophe Beistand von der internationen Völkergemeinschaft, so der Bamberger Erzbischof Ludwig Schick am Freitag laut einer Mitteilung. Außerdem müsse sie das Land politisch stabilisieren.

Kollateralschäden für den gesamten Nahen Osten

Andernfalls sei mit großen Kollateralschäden für den ganzen Nahen Osten zu rechnen, sagte der Erzbischof. "Der Libanon ist das Herz des ganzen Nahen Ostens." Die Ursache der Explosion müsse rasch, "am besten durch eine international besetzte, unabhängige Kommission" aufgeklärt werden.

Spende des Erzbistums

Das Erzbistum Bamberg spendet 50.000 Euro für in Not geratene Menschen. Damit sollen Verwundete versorgt und zerstörte Gebäude bewohnbar gemacht werden. Geholfen werden soll auch syrischen Flüchtlingen im Libanon, die von der Katastrophe betroffen seien.

Spenden der Bistümer und Unterstützung durch Hilfswerke

Auch das Hilfswerk Misereor beteiligte sich mit 100.000 Euro für Wiederaufbaumaßnahmen und humanitäre Projekte. In diesen "ohnehin sehr schwierigen und anspruchsvollen Zeiten" sei es wichtig, den Menschen im Libanon Unterstützung und Solidarität entgegenzubringen, schrieb der für Misereor zuständige Freiburger Erzbischof Stephan Burger in einem Brief an den maronitischen Patriarchen Kardinal Bechara Rai.

Weitere katholische Bistümern in Deutschland haben ebenfalls finanzielle Mittel zur Verfügung gestellt. Das Erzbistum Paderborn stellte 50.000 Euro aus seinem Katastrophenfonds für Soforthilfen in der libanesischen Hauptstadt bereit. Das Geld werde für Maßnahmen von Caritas International verwendet, teilte Erzbischof Hans-Josef Becker mit. Bereits am Donnerstag hatten das Erzbistum Köln sowie die Bistümer Mainz, Limburg und Münster erklärt, Spenden für Soforthilfen bereitzustellen. Aus Köln kamen demnach 100.000 Euro, aus Münster 150.000 Euro, aus Limburg und Mainz jeweils weitere 50.000 Euro. Damit werde die Caritas im Libanon unterstützt.

Spendenbereitschaft in Deutschland hoch

Generell ist die Hilfs- und Spendenbereitschaft für den Libanon in Deutschland sehr hoch, wie der Malteser Hilfsdienst mitteilte. "Es melden sich viele medizinische Fachleute und Pflegekräfte, um ihre Hilfe anzubieten", sagte der Landeskoordinator des Hilfswerks, Clemens Mirbach. "Wir prüfen im Einzelfall, ob wir sie einsetzen können." Geldspenden bekämen die Malteser aus Deutschland, aber auch aus den Niederlanden, der Schweiz und Australien. "Damit die verletzten und obdachlosen Beiruter eine Chance haben, wieder auf die Beine zu kommen, brauchen sie diese Hilfe", betonte Mirbach.

Die Explosion im Hafen von Beirut am 4. August hat mittlerweile mehr als 150 Menschen das Leben gekostet. Rund 5.000 sind nach Angaben aus dem Libanon verletzt. Durch die Druckwelle wurden zahlreiche Häuser zerstört, wodurch rund 300.000 Menschen obdachlos geworden sind. Die genaue Ursache ist weiter unklar. Medienberichten zufolge fingen rund 2.750 Tonnen Ammoniumnitrat in einer ungesicherten Lagerhalle im Beiruter Hafen Feuer und explodierten. Die Stadt wurde zum Katastrophengebiet erklärt. Der Libanon ist ein Nachbarland Syriens am Mittelmeer.

(dpa, KNA)

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