Studie: 2019 weltweit 15 Kriege

Einer weniger als 2018

Weltweit 196 gewaltsam ausgetragene Konflikte zwischen Staaten, Volksgruppen oder politischen Gruppierungen hat das "Konfliktbarometer 2019" verzeichnet. Demnach gibt es im Jahr 2019 nur einen Krieg weniger als noch im Vorjahr. 

Christenverfolgung im Irak / © Katharina Ebel (KNA)
Christenverfolgung im Irak / © Katharina Ebel ( KNA )

Die vom Heidelberger Institut für Internationale Konfliktforschung (HIIK) am Freitag veröffentlichte Studie listet 15 Kriege als Auseinandersetzungen der höchsten Eskalationsstufe auf; das ist einer weniger als im Jahr zuvor. Die Zahl der sogenannten begrenzten Kriege ging von 25 auf 23 zurück.

Begrenzter Krieg in der Ostukraine

Globale Kriegs- und Krisenherde sind demnach vor allem der Nahe und Mittlere Osten und Nordafrika. In Afghanistan, Ägypten, Syrien, Libyen, Jemen und der Türkei dokumentieren die Konfliktforscher acht Kriege. Als einzigen begrenzten Krieg auf europäischem Boden werten die Forscher die Kämpfe in der Ostukraine. Für die afrikanischen Subsahara-Staaten verzeichnete die Studie fünf Kriege, einen weniger als 2018.

Auf dem amerikanischen Doppelkontinent wertet das HIIK Drogenkonflikte in Mexiko und Brasilien als kriegerische Auseinandersetzung. Hochgewaltsame Konflikte gab es zudem in Kolumbien. Für Asien und Ozeanien beschreibt das Konfliktbarometer fünf begrenzte Kriege, zwei weniger als 2018.

Konfliktursachen: Ideologische und religiöse Gegensätze 

Zu den häufigsten Konfliktursachen zählt der Bericht ideologische Gegensätze, darunter auch religiöse. Weitere wichtige Auslöser für gewaltsame und politische Auseinandersetzungen waren demnach ethnische Gegensätze, Kämpfe um Ressourcen wie Wasser und Land sowie um nationale Macht.

Das Konfliktbarometer ist eine Initiative Heidelberger Politologen. Seit 1991 gibt die Veröffentlichung jährlich einen Überblick über Krisen, Konflikte und Kriege. Weltweit arbeiten rund 200 Wissenschaftler an dem Bericht mit. 


Quelle:
KNA
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