12.12.2019

Expertin: Neuer Präsident der Ukraine besser für Kirchenstreit "Einfach müde von den Kirchenfragen"

Vor einem Jahr hat sich die eigenständige "Orthodoxen Kirche der Ukraine" gegründet. Seitdem habe sich die religiöse Situation in dem Land teilweise entspannt, meint die Osteuropa-Expertin Regina Elsner. 

"Die Politisierung der Kirchenfrage ist vorerst vorbei", sagte Elsner am Mittwochabend in Berlin bei einer Veranstaltung der Katholischen Akademie und des Osteuropa-Hilfswerks Renovabis. Im Unterschied zu seinem Amtsvorgänger Petro Poroschenko versuche der neue Präsident Wolodymyr Selenskyj nicht, Religionsfragen zu instrumentalisieren. Dies eröffne den Kirchen Chancen, ihre Beziehungen zu klären.

Am 15. Dezember 2018 hatte sich die neue Kirche aus zwei der drei in der Ukraine bestehenden orthodoxen Kirchen gegründet. Sie ist vom Ehrenoberhaupt der Weltorthodoxie, dem Ökumenischen Patriarch Bartholomaios I. von Konstantinopel, sowie zwei weiteren orthodoxen Landeskirchen anerkannt. Dies lehnt die russisch-orthodoxe Kirche nachdrücklich ab und sieht darin eine Kirchenspaltung. Sie betrachtet die Ukraine als ihr Stammland und ist dort mit mehreren tausend Gemeinde vertreten.

Jeder Dritte versteht sich als "orthodox"

Nach Angaben Elsners rechnen sich rund 13 Prozent der Ukrainer der neuen Kirche und zehn Prozent der Moskau zugehörigen Kirche zu. Jeder dritte Einwohner verstehe sich jedoch nur als "orthodox". Die Bevölkerung sei "einfach müde von den Kirchenfragen", so die Referentin im Berliner Zentrum für Osteuropa- und internationale Studien.

Elsner erklärte, die Entwicklung sei eine "enorme Krise der Weltorthodoxie". Die orthodoxen Kirchen in der Ukraine stünden nun vor der Herausforderung, die "Machtkämpfe" unter ihren Spitzenvertretern zu beenden. Ein großes Problem sei jedoch der Krieg mit Russland in der Ost-Ukraine. Dies gebe den Kirchengemeinden, die zum Moskauer Patriarchat gehörten, wenig Handlungsspielraum für Gespräche mit den anderen Kirchen in der Ukraine.

(KNA)

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