Christen zu Weihnachten unter Druck?
Christen unter Druck: Zerstörter Altar in einer Kirche
Papst Franziskus
Papst Franziskus

19.11.2019

Zunehmende Feindseligkeiten gegen Christen in Europa Tendenz steigend

Die Wiener Beobachtungsstelle für Intoleranz und Diskriminierung dokumentiert vermehrt "Feindseligkeiten" gegen Christen in Europa. Die Tendenz sei seit zwei Jahren steigend. Nicht nur Einrichtungen seien betroffen, sondern auch Christen persönlich.

Diskriminierung von Christen und Hassverbrechen gegen christliche Einrichtungen haben 2018 laut einem neuen Report europaweit zugenommen. Der am Montag veröffentlichte Jahresbericht der Wiener Beobachtungsstelle für Intoleranz und Diskriminierung der Christen dokumentiert für das vergangene Jahr 325 Fälle physischer Gewalt und rechtlicher Einschränkungen der Religionsfreiheit in 14 europäischen Staaten, Tendenz steigend.

Es gehe, so Direktorin Ellen Fantini, um unterschiedlichste "Feindseligkeiten", die Christen täglich erlebten; "von Problemen mit der Religions-, Rede- und Gewissensfreiheit oder Elternrechten bis hin zu zunehmender physischer Gewalt, etwa Vandalismus in Kirchen". So habe es rund um den Brand der Pariser Kathedrale Notre-Dame im April vermehrt Berichte über Zerstörungen in französischen Kirchen und Friedhöfen weltweit gegeben.

Tendenz seit 2017

Diese Tendenz begann demnach bereits 2017. Die Zahl der Brandanschläge auf Kirchen sowie Fälle der Zerstörung religiöser Symbole und gezielter Entweihung christlicher Kultstätten sei 2018 stark gestiegen, und das in mehreren europäischen Staaten. Der gesellschaftliche Druck gegen Christen wachse, so Fantini. So seien christlich geführte Unternehmen finanziell ruiniert, Straßenprediger verhaftet oder Christen gezwungen worden, zwischen der Treue zu ihrem Gewissen und ihrem Beruf zu wählen.

"Christliche Studentengruppen und Redner wurden auf dem Campus mehrerer Universitäten zum Schweigen gebracht", erklärte die Direktorin. Weiter seien Asylanträge von christlichen Flüchtlingen "willkürlich abgelehnt" und Elternrechte "durch übermäßige staatliche Einmischung mit Füßen getreten" worden. Die Grundrechte würden auch in Europa bedeutungslos, wenn sie nicht von allen Bürgern frei ausgeübt werden könnten.

In Großbritannien wurde dem Bericht zufolge die Freiheit, in der Öffentlichkeit zu beten, wiederholt eingeschränkt, etwa durch Verwaltungsvorschriften. In Irland, Frankreich, Schweden und weiteren Ländern sei medizinisches Personal de facto gezwungen worden, seinen jeweiligen Beruf aufzugeben, "um nicht gegen sein Gewissen verstoßen zu müssen".

(KNA)

Sommeraktion: Meine Heimatkirche

Die Sommeraktion von DOMRADIO.DE: Wir suchen Ihre Heimatkirche. Laden Sie ein Bild hoch und erzählen Sie uns Ihre Geschichte!

Messenger-Gemeinde

Tageskalender

Radioprogramm

 04.08.2020
06:30 - 10:00 Uhr

DOMRADIO - Der Morgen

  • EKD-Ratsvorsitzender Bedford-Strohm zum Besuch der Gedenkstätte Auschwitz
  • Bereit, weitere Flüchtlinge aufzunehmen: Irene Porsch, Flüchtlingsbeauftragte der Caritas im Erzbistum Köln 
10:00 - 15:00 Uhr

DOMRADIO Der Tag

10:00 - 15:00 Uhr

DOMRADIO Der Tag

15:00 - 19:00 Uhr

DOMRADIO Der Nachmittag

15:00 - 19:00 Uhr

DOMRADIO Der Nachmittag

19:00 - 22:00 Uhr

DOMRADIO Der Abend

22:00 - 22:30 Uhr

DOMRADIO Nachtgebet

Heutiges Evangelium:
In dieser Woche zu Gast:
In dieser Woche zu Gast:

Wichtig: Kein DAB+ mehr in NRW ab Juli

Leider sendet DOMRADIO ab Juli nicht mehr über DAB+ in NRW. Laden Sie sich doch unsere App herunter – kostenlos in den Stores. DOMRADIO hören Sie auch übers Internetradio, Smartspeaker, andere gängige Radio-Apps, in Köln auf UKW 101,7, in Berlin/Brandenburg über DAB+ und natürlich auf DOMRADIO.DE.

Himmelklar Podcast

durchatmen – Der Seelsorge Podcast

Im Video: Täglicher Gottesdienst

Sehen Sie hier den täglichen Gottesdienst aus dem Kölner Dom. An Werktagen ab 9 Uhr, an Sonn- und Feiertagen ab 12 Uhr in der Mediathek.

Weihbischof Puff: täglicher Impuls und Fürbitten

Wort des Bischofs

Der geistliche Impuls von Kardinal Woelki. Jeden Sonntag neu.

Wochenkommentar

Der DOMRADIO.DE Chefredakteur blickt auf die Woche.

Kostenlose Radio-App für iPhone und Android

Nehmen Sie Ihr DOMRADIO.DE mit wohin Sie wollen und wann immer Sie Lust haben. Funktionen: Nachrichten, Podcasts, Mediathek, Wecker, Sleep-Timer, Bluetooth, Chromecast, AirPlay, CarPlay, Android Wear…