Bündel Dollarnoten
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Kardinal Raymond Leo Burke
Kardinal Raymond Leo Burke
Michael J. Bransfield
Michael J. Bransfield

03.07.2019

Kardinal Burke rechtfertigt Annahme von Geldgeschenken "Keine verschwenderischen Summen"

Er hatte Geldgeschenke von dem unter Missbrauchsverdacht stehenden Bischof Michael Bransfield angenommen. Nun hat US-Kardinal Raymond Leo Burke in seinen Erinnerungen gekramt und diese finanziellen Zuwendungen gerechtfertigt.

Die Zuwendungen, die er vom damaligen Leiter des US-Bistums Wheeling-Charleston, Michael Bransfield, erhalten habe, seien entweder Honorare für Treffen mit Besuchergruppen von Priestern oder Weihnachtsgeschenke gewesen, möglicherweise auch eine Gabe anlässlich seiner Kardinalserhebung, erklärte der frühere Chef des Obersten Gerichtshofs im Vatikan in einer schriftlichen Stellungnahme am Dienstagabend (Ortszeit).

Nach seiner Erinnerung habe es sich um großzügige, aber "nicht verschwenderische" Summen gehandelt, so Burke.

Nach Recherchen der "Washington Post" soll Bransfield laut einem vatikanischen Untersuchungsbericht während seiner Amtszeit von 2005 bis September 2018 insgesamt 350.000 US-Dollar für Geldgeschenke an Geistliche ausgegeben haben. Unter den Empfängern waren dem Bericht zufolge auch junge Priester, die er sexuell belästigt haben soll. Die Zuwendungen überwies Bransfield laut der Zeitung von seinem Privatkonto, ließ sie sich aber später vom Bistum erstatten.

Kein Grund zu einem Verdacht

Kardinal Burke betonte, er hätte seinerzeit als Präfekt der Apostolischen Signatur niemals einen Scheck von jemandem angenommen, der bei dem Gericht einen Fall anhängig hatte. "Im Fall der Geschenke von Bischof Bransfield hatte ich nie einen Grund zu dem Verdacht, dass irgendetwas schräg war", erklärte Burke.

Zu den Begünstigten Bransfields gehörte auch Erzbischof William Lori von Baltimore, der die Untersuchungen gegen Bransfield leitete. Lori räumte laut der Zeitung ein, 7.500 Dollar als Geschenke und 3.000 Dollar als Auslagenersatz für zwei Messen im Bistum Wheeling-Charleston erhalten zu haben.

Lori amtiert derzeit als vom Papst bestellter Übergangsverwalter des Bistums. Bransfield wurde nach seinem altersbedingten Rücktritt suspendiert und darf keine priesterlichen oder bischöflichen Aufgaben ausüben.

(KNA)

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