Heiligenverehrung in China
Heiligenverehrung in China
Kardinalstaatssekretär Pietro Parolin
Kardinalstaatssekretär Pietro Parolin

13.05.2019

Parolin sieht Beziehungen mit China auf gutem Weg Im Glauben friedlich leben

Kardinalstaatssekretär Pietro Parolin sieht die Beziehungen zwischen dem Vatikan und China auf einem guten Weg. Seiner Ansicht nach könnten gute Beziehungen zwischen dem Vatikan und Peking zur Lösung globaler Probleme beitragen.

"Es besteht Zuversicht, dass eine neue Phase größerer Zusammenarbeit eingeleitet werden kann, zum Wohl der chinesisch-katholischen Gemeinschaft und für die Harmonie der ganzen Gesellschaft", sagte Parolin der chinesischen "Global Times" (Sonntagabend Online). Seit Unterzeichnung einer Einigung zur Bischofsernennung im vergangenen September arbeiteten die Kommunikationskanäle gut und wachse das Vertrauen zwischen beiden Seiten, so die Nummer Zwei des Vatikan.

Es gehe bei den fortlaufenden Gesprächen nicht um die Diskussion von Systemfragen oder die Wiederholung alter Vorwürfe und Verdammungen. "Stattdessen suchen wir nach praktischen Lösungen, die das Leben echter Menschen betreffen für reale Menschen, die ihren Glauben friedlich leben und positive Beiträge für ihr eigenes Land anbieten wollen."

"Reich an Geschichte und Weisheit"

Papst Franziskus ist der Dialog mit der Volksrepublik nach den Worten Parolins sehr wichtig. "Er sieht China nicht nur als großes Land, sondern als große Kultur, reich an Geschichte und Weisheit." Die katholische Kirche sehe den christlichen Glauben nicht im Widerspruch zur chinesischen Identität. Im Sinne ihres Konzepts der "Inkulturation" wolle sie das Evangelium gemäß den spezifischen Erfahrungen jedes Volkes und jeder Kultur verbreiten. Es sei möglich, authentisch chinesisch und katholisch zugleich zu leben.

Aus Sicht des Kardinalstaatssekretärs können gute Beziehungen zwischen dem Vatikan und Peking zur Lösung globaler Probleme beitragen. "Ich denke besonders an die großen Themen Frieden, Kampf gegen Armut, Umwelt- und Klimaschutz, Migration, Ethik in der wissenschaftlichen Entwicklung sowie den wirtschaftlichen und sozialen Fortschritt der Völker." Sowohl die Kirche als auch China seien alte internationale Größen und sollten sich ihrer gemeinsamen Verantwortung für das Gemeinwohl immer mehr bewusst werden.

"Vorläufiges Abkommen"

Verständnis äußerte Parolin an der Kritik mancher Kirchenkreise am Abkommen mit China. Nach einer so langen Phase der Konfrontation seien Vorbehalte gegen eine Annäherung an das kommunistisch regierte Land keine Überraschung. Tatsächlich gebe es auch noch viele offene Fragen, "und wir gehen sie mit Wille und Entschlossenheit an".

In China leben geschätzt 13 Millionen Katholiken. Die "patriotischen Christen" dürfen mit staatlicher Erlaubnis aktiv sein. Gegen die Mitglieder der romtreuen "Untergrundkirche" kommt es immer wieder zu staatlichen Sanktionen. Der Vatikan und China hatten im September ein "vorläufiges Abkommen" zur Ernennung von Bischöfen geschlossen. Papst Franziskus erkannte sämtliche regierungstreuen Bischöfe an, die ohne päpstliche Zustimmung geweiht worden waren.

(KNA)

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