Kolumbien: Polizei verhaftet einen Mann auf der Straße
Kolumbien: Polizei verhaftet einen Mann auf der Straße

16.04.2019

Bistum in Kolumbien warnt vor neuer Gewalteskalation "Alles tun, um das Schlimmste zu verhindern"

Vermehrte bewaffnete Auseinandersetzungen in der Region: Das Bistum Quibdo im Westen Kolumbiens warnt vor einer neuen Eskalation der Gewalt zwischen Guerilla-Einheiten und paramilitärischen Truppen.

"Wir wollen alles tun, um gehört zu werden und um das Schlimmste zu verhindern", sagte Ursula Holzapfel. Die Gemeindereferentin aus dem Bistum Trier lebt und arbeitet seit mehr als 30 Jahren in der Diözese Quibdo.

Seit Februar komme es immer wieder zu Auseinandersetzungen zwischen der marxistischen Guerillabewegung ELN und der paramilitärischen Gruppe AGC. Die Kämpfe bedrohen den Angaben zufolge auch die Sicherheit mehrerer indigener und afrostämmiger Gemeinden. Einige Familien seien bereits aus ihren Dörfern geflohen. In ihrem Schreiben wirft die Diözese Quibdo der ELN unter anderem vor, Menschen zu ermorden, Anti-Personen-Minen einzusetzen, Kinder und Jugendliche als Soldaten zu rekrutieren, Bewohner der Gemeinden einzuschüchtern und sie in ihrer Bewegungsfreiheit einzuschränken.

Lebensmittel, Medizin und Treibstoff

Der AGC wird vorgeworfen, die humanitäre Krise noch zu verschärfen – etwa durch Einschränkungen beim Zugang zu Lebensmitteln, Medizin und Treibstoff. AGC-Mitglieder sollen Gemeindevorsteher bedroht und ebenfalls Zwangsrekrutierungen vorgenommen haben. Kritik wird auch an der kolumbianischen Regierung geübt. "Wieder einmal versäumt es der kolumbianische Staat, seine verfassungsmäßige Pflicht, Frieden zu schaffen, zu erfüllen", heißt es in dem Text.

Nach Schätzungen der Behörden verfügt die ELN über eine Truppenstärke von 2.500 Männern und Frauen; sie ist überwiegend im Osten Kolumbiens aktiv. Nach Ermittlungen der Staatsanwaltschaft gehen rund 7.000 Morde, ebensoviele Entführungen, 3.000 Fälle von Landvertreibung und etwa 1.000 Zwangsrekrutierungen auf das Konto der Gruppierung. Die ELN wird zudem für schwere Umweltzerstörungen durch über 1.300 Anschläge auf Öl-Pipelines verantwortlich gemacht.

(KNA)

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