Krise in Venezuela
Krise in Venezuela

24.02.2019

Malteser zu Venezuela: Hilfe nicht politisch instrumentalisieren "Zum Schaden der Menschen"

In Venezuela ist die Lage an den Grenzen zu Kolumbien und Brasilien am Wochenende eskaliert. Das katholische Hilfswerk Malteser International sieht seine humanitäre Hilfe politisch vereinnahmt.

"Hilfslieferungen werden im Augenblick von allen Parteien politisch instrumentalisiert und die Not der Menschen damit zum politischen Spielball gemacht", sagte der Malteser-Programmdirektor Sid Peruvemba am Sonntag in Köln: "Die Situation an der Grenze zeigt erneut, wie wichtig es ist, humanitäre Hilfe frei von politischen Erwägungen zu leisten. Das ist ein internationaler Grundkonsens, der hier zum Schaden der Menschen verletzt wird."

Immer mehr Grenzen geschlossen

Die Lage an den venezolanischen Grenzen zu Kolumbien und Brasilien war am Wochenende eskaliert. Hilfslieferungen sollten auf Drängen des selbst ernannten Übergangspräsidenten Juan Guaidó nach Venezuela gebracht werden, doch an den Grenzen wurden sie gestoppt. Laut Medienberichten gerieten einige Transporter mit Hilfsgütern in Brand.

Bei den Auseinandersetzungen seien 14 Menschen ums Leben gekommen und 285 verletzt worden. Auf Anweisung des amtierenden Präsidenten Nicolas Maduro waren in den vergangenen Tagen immer mehr Grenzen geschlossen worden, damit Hilfslieferungen nicht nach Venezuela gebracht werden können.

Gesundheitseinrichtungen überlastet

Drei Millionen Venezolaner haben nach Angaben der Malteser aufgrund der Krise bisher das Land verlassen; mehr als eine Million seien nach Kolumbien geflohen. Darum weite die Organisation ihre Hilfe in Kolumbien aus, denn die örtlichen Gesundheitseinrichtungen seien bereits jetzt überlastet.

Unter anderem seien medizinische Teams in einem Krankenhaus und in mobilen Kliniken dabei, die Menschen zu untersuchen und die Kranken mit Zusatznahrung und Medikamenten zu versorgen. Die Malteser klärten zudem über wichtige Hygienemaßnahmen auf, verteilten Hygieneartikel und leisteten psychologische Unterstützung, hieß es weiter. Besonders Bedürftige erhielten zudem Bargeld.

Machtkampf zwischen Maduro und Guaido

Venezuela wird seit gut einem Monat von einem Machtkampf zwischen dem linksgerichteten Maduro und dem konservativen Interims-Präsidenten Guaido erschüttert. Die rechtsgerichtete Opposition erkennt wegen des umstrittenen Wahlsieges Maduros ohne aussichtsreiche Gegenkandidaten dessen zweite Amtszeit nicht an, die am 10. Januar begann.

Parlamentspräsident Guaido wurde daraufhin als Interims-Präsident vereidigt. Er will transparente Neuwahlen unter internationaler Beobachtung ausrichten lassen, um die Krise zu lösen. Zahlreiche lateinamerikanische Länder wie auch die USA und Deutschland haben Guaido als Präsidenten anerkannt.

Am Samstag sollten von der venezolanischen Opposition organisierte Hilfsgüter der US-Hilfsorganisation USAID über die kolumbianische Grenze ins Land gelangen. Die venezolanische Regierung riegelte daraufhin die Grenzen ab.

(KNA)

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