Flüchtlinge aus Venezuela
Flüchtlinge aus Venezuela
 Juan Guaido, Präsident des entmachteten Parlaments in Venezuela
Juan Guaido, Präsident des entmachteten Parlaments in Venezuela, erklärt sich auf einer Kundgebung vor Anhängern zum Staatschef.
Jugendliche halten ein großes Banner mit der Aufschrift #Pray For Venezuela (dt. betet für Venezuela)
Jugendliche halten ein großes Banner mit der Aufschrift #Pray For Venezuela (dt. betet für Venezuela)
Franziskus während der Willkommenszeremonie mit einem Mädchen aus Venezuela
Franziskus während der Willkommenszeremonie mit einem Mädchen aus Venezuela

28.01.2019

Papst fordert friedliche Lösung für Venezuela "Ich habe Angst vor einem Blutvergießen"

Papst Franziskus hat eine friedliche Lösung im Kampf um die politische Macht in Venezuela gefordert. Zuvor hatten vier EU-Staaten ein Ultimatum für Neuwahlen gestellt. Unterdessen beklagt der Malteser-Hilfsdienst die schwierige Situation im Land.

Der Papst hat sich bestürzt über den eskalierenden Machtkampf in Venezuela geäußert. "Ich leide darunter", sagte er auf dem Rückflug vom katholischen Weltjugendtag in Panama nach Rom vor mitreisenden Journalisten. "Ich habe Angst vor einem Blutvergießen." Das venezolanische Volk leide.

Darum bitte er alle Beteiligten um eine gerechte und friedliche Lösung. Er selbst wolle sich in dem anhaltenden Konflikt nicht auf die Seite einer Partei schlagen, so das Kirchenoberhaupt. "Das wäre eine pastorale Fahrlässigkeit, die Schaden anrichten könnte." Auch auf Twitter äußerte sich das Kirchenoberhaupt über Venezuela. Er habe viel an ddas venezolanische Volk gedacht, schreibt er - und bitte um Gebet.

Franziskus hatte sich bereits während seines Besuchs in Panama vergangene Woche ähnlich zu den Unruhen in Venezuela geäußert. Am Sonntag sagte der Papst während eines Angelus-Gebets, die Lage in dem sozialistisch regierten Land sei "gravierend". Er sei dem venezolanischen Volk in diesen Stunden besonders nahe und bete für eine "gerechte, friedliche Lösung".

"Situation wird täglich schwieriger"

Unterdessen beklagte der Malteser Hilfsdienst am Sonntag in Köln, die wirtschaftliche und politische Krise in Venezuela zwinge immer mehr Menschen zur Flucht über die Grenzen. "Die Situation wird täglich schwieriger. Wir sehen, dass viele Menschen auf der Straße leben, unter Brücken hausen und durch diese Lebenssituation sehr krank werden", schilderte der Leiter von Malteser International Amerika, Ravi Tripptrap, die Situation an der Grenze in der kolumbianischen Stadt Riohacha. Das Aufnahmeland Kolumbien sei "völlig überlastet".

Tripptrap ergänzte: "Drei Millionen Menschen sind auf der Flucht, denn in Venezuela gibt es nicht mehr genug zu essen, die Regale in den Supermärkten sind leer, die Inflationsrate liegt bei über eine Million, das wirtschaftliche System ist quasi zusammengebrochen." Die Lage werde sich weiter zuspitzen, so lange die Situation in Venezuela so desolat ist.

Frist für Neuwahlen

Frankreich, Spanien, Deutschland und Großbritannien hatten dem venezolanischen Staatschef Nicolás Maduro zuvor eine Frist von acht Tagen gesetzt, um Neuwahlen abzuhalten. Ansonsten würden sie Parlamentspräsident Juan Guaidó als Interimsstaatschef anerkennen.

"Wir machen als Europäer deutlich: Die Venezolanerinnen und Venezolaner müssen frei über ihre Zukunft entscheiden können. Um Frieden und Rechtsstaatlichkeit wiederherzustellen, braucht es einen friedlichen und glaubwürdigen politischen Prozess im Einklang mit der venezolanischen Verfassung", sagte Außenminister Heiko Maas (SPD) am Wochenende in Berlin.

Wenn Nicolas Maduro nicht "umgehend den Weg zu glaubwürdigen Neuwahlen freimacht, sind wir bereit, Juan Guaido als Interimspräsidenten anzuerkennen, damit er diesen politischen Prozess einleitet", so der Minister. Denn die Nationalversammlung sei die einzige demokratisch legitimierte Vertretung des venezolanischen Volkes. Maas unterstrich weiter, dass Europa in dieser wichtigen Frage mit einer Stimme spreche. "Wir werden auch das weitere Vorgehen eng mit den EU-Partnern abstimmen", hieß es. (KNA/ 27.1.19)

(KNA, epd)

Sommeraktion: Meine Heimatkirche

Die Sommeraktion von DOMRADIO.DE: Wir suchen Ihre Heimatkirche. Laden Sie ein Bild hoch und erzählen Sie uns Ihre Geschichte!

Messenger-Gemeinde

Tageskalender

Radioprogramm

 11.08.2020
06:30 - 10:00 Uhr

DOMRADIO - Der Morgen

  • Malteser helfen in Beirut
  • Ausbruch im Mutterkloster: Corona -Virus bei den Franziskanern in Assisi
  • So war der Laurentius-OpenAir-Gottesdienst in Wuppertal
10:00 - 15:00 Uhr

DOMRADIO Der Tag

  • Perspektivwechsel in der Corona-Krise
  • Gedenktag der hl. Klara von Assisi
  • Happy Birthday, DOMRADIO!
10:00 - 15:00 Uhr

DOMRADIO Der Tag

  • Perspektivwechsel in der Corona-Krise
  • Gedenktag der hl. Klara von Assisi
  • Happy Birthday, DOMRADIO!
15:00 - 19:00 Uhr

DOMRADIO Der Nachmittag

  • Was ist von Olaf Scholz als SPD-Kanzlerkandidat zu erwarten?
  • Sterben die Pfarrhaushälterinnen aus?
  • 9. Orgelfeierstunde im Kölner Dom
15:00 - 19:00 Uhr

DOMRADIO Der Nachmittag

  • Was ist von Olaf Scholz als SPD-Kanzlerkandidat zu erwarten?
  • Sterben die Pfarrhaushälterinnen aus?
  • 9. Orgelfeierstunde im Kölner Dom
19:00 - 22:00 Uhr

DOMRADIO Der Abend

  • Franziskaner über die Quarantäne im Kloster von Assisi
  • Malteser International leisten Hilfe in Beirut
  • Perspektivwechsel in der Corona-Krise
22:00 - 22:30 Uhr

DOMRADIO Nachtgebet

Heutiges Evangelium:
In dieser Woche zu Gast:
In dieser Woche zu Gast:

Wichtig: Kein DAB+ mehr in NRW ab Juli

Leider sendet DOMRADIO ab Juli nicht mehr über DAB+ in NRW. Laden Sie sich doch unsere App herunter – kostenlos in den Stores. DOMRADIO hören Sie auch übers Internetradio, Smartspeaker, andere gängige Radio-Apps, in Köln auf UKW 101,7, in Berlin/Brandenburg über DAB+ und natürlich auf DOMRADIO.DE.

Himmelklar Podcast

durchatmen – Der Seelsorge Podcast

Im Video: Täglicher Gottesdienst

Sehen Sie hier den täglichen Gottesdienst aus dem Kölner Dom. An Werktagen ab 9 Uhr, an Sonn- und Feiertagen ab 12 Uhr in der Mediathek.

Weihbischof Puff: täglicher Impuls und Fürbitten

Wort des Bischofs

Der geistliche Impuls von Kardinal Woelki. Jeden Sonntag neu.

Wochenkommentar

Der DOMRADIO.DE Chefredakteur blickt auf die Woche.

Kostenlose Radio-App für iPhone und Android

Nehmen Sie Ihr DOMRADIO.DE mit wohin Sie wollen und wann immer Sie Lust haben. Funktionen: Nachrichten, Podcasts, Mediathek, Wecker, Sleep-Timer, Bluetooth, Chromecast, AirPlay, CarPlay, Android Wear…