Reise-Erleichterungen für arabische Christen an Feiertagen

Weihnachtsgeschenk auf Zeit

Limitiertes Geschenk zum Weihnachtsfest: Für die bevorstehenden Weihnachtsfeiertage sollen in Israel erleichterte Reisebedingungen für arabische Christen gelten. So sollen etwa 100 Palästinenser ihre Familie im Gazastreifen besuchen dürfen.

 (DR)

Unter anderem erhalten 600 palästinensische Christen eine Genehmigung, über den Flughafen Ben Gurion zu reisen, erklärte die israelische Koordinationsstelle für Regierungsaktivitäten in den besetzten Gebieten (COGAT) auf Anfrage der Katholischen Nachrichten-Agentur (KNA). 100 palästinensische Christen aus dem Westjordanland sollen ihre Familien im Gazastreifen besuchen dürfen.

Uneingeschränkte Reiseerlaubnis bis 19. Januar

Außerdem umfassen die Maßnahmen laut COGAT 400 Besuchserlaubnisse für das Westjordanland für christliche Familien aus arabischen Ländern. Christliche Bewohner sollen uneingeschränkt reisen dürfen. Die Zahl der Genehmigungen für Kirchenmitarbeiter sei zudem erhöht worden.

Die Maßnahmen gelten seit dem 8. Dezember bis einschließlich der armenischen Weihnachtsfeiern am 19. Januar. Während der Weihnachtszeit soll laut COGAT das Passieren des Checkpoints "Rachelsgrab" zwischen Bethlehem und Jerusalem für Kleriker und Kirchenmitarbeiter erleichtert werden.

Palästinensischen Christen soll zudem das Reisen durch das Jordantal zu den christlichen heiligen Stätten in Galiläa ermöglicht werden. Keine Angaben machte COGAT bezüglich der Reisegenehmigungen für Christen aus dem Gazastreifen.

Katholische Pfarrei kritisiert israelische Politik

Nach Angaben der katholischen Pfarrei in Gaza hat Israel Ende November die Erteilung von 500 Reisegenehmigungen für Gaza-Christen gutgeheißen. Bis dahin seien 250 Genehmigungen für Menschen über 55 Jahren ausgestellt worden.

Der zuständige Pfarrer, Mario Da Silva, kritisierte die israelische "Politik der Trennung zwischen Eltern und Kindern". Einzelne Familienmitglieder erhielten Reisegenehmigungen, was dazu führe, dass die gesamte Familie in Gaza bleibe. Da Silva forderte uneingeschränkte Bewegungsfreiheit für die Christen in Gaza.

Rund 1.000 der 1,8 Millionen Bewohner des Gazastreifens sind Christen, die Mehrheit von ihnen gehört der griechisch-orthodoxen Kirche an. Die katholische Pfarrei in Gaza zählt rund 130 Gläubige.


Quelle:
KNA
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