Migranten an der Grenze zu den USA
Migranten an der Grenze zu den USA

29.11.2018

US-Bischöfe besorgt über Trumps Umgang mit Schutzsuchenden Weihnachten im Einsatz gegen Flüchtlinge

Die US-Bischöfe sind besorgt über die Lage an der Grenze zu Mexiko. Nach dem Einsatz von Tränengas gegen Flüchtlinge am Übergang San Ysidro will die Regierung das Mandat der Streitkräfte verlängern.

Weihnachten an der Grenze zu Mexiko statt daheim bei Frau und Kindern. Diese Perspektive ist sehr real für rund 6.000 aktive Soldaten, die zum ersten Mal in der Geschichte der US-Streitkräfte an der eigenen Landesgrenze eingesetzt werden. Präsident Donald Trump hatte den Marschbefehl im Wahlkampf vor den Zwischenwahlen zum Kongress erteilt, um, wie er sagte, die USA "vor einer Invasion" zu schützen.

Ein Teil der von ihm beschworenen "Karawane" von Menschen, die vor Gewalt in ihrer Heimat Honduras, Guatemala und Salvador geflohen waren, erreichte vor Tagen die mexikanische Grenzstadt Tijuana. Da die USA täglich nicht mehr als 100 Asylbewerber abfertigen, sitzen Tausende unter erbärmlichen Bedingungen in Notlagern auf mexikanischer Seite fest.

"Tränengas auf Kleinkinder und Mütter"

Die Grenzpolizei setzte am Wochenende Tränengas gegen Flüchtlinge ein, die versuchten, durch einen ausgetrockneten Wassergraben über die Grenze zu gelangen. Dort müssten die Behörden laut einer jüngsten Gerichtsentscheidung auf jeden Fall einen Asylantrag aufnehmen.

Bilder von einem kleinen Mädchen in Windeln und T-Shirt, das sich nach dem Gaseinsatz die Augen aus dem Kopf weinte, erschütterte viele Aktivisten. "Die Trump-Regierung ging vom Einsperren von Babys in Käfigen dazu über, mit Tränengas auf Kleinkinder und Mütter zu schießen", klagt der Menschenrechtler Guthrie Graves-Fitzsimmons über das Vorgehen der Grenzschützer am Übergang zwischen Tijuana und San Diego.

US-Bischöfe solidarisieren sich mit Flüchtlingen

Mehrere katholische US-Bischöfe im Grenzgebiet zu Mexiko solidarisierten sich mit den Flüchtlingen. Sie erinnerten ihre Gläubigen an den Auftrag Jesu, "den Fremden willkommen zu heißen". Der Bischof des Grenzbistums Laredo im US-Bundesstaat Texas, James Tamayo, forderte seine Gemeinden auf, "in jeder denkbaren Weise zu helfen, wenn die Karawane an unsere Haustüre kommt".

Sein Amtsbruder Daniel Flores von Brownsville sagte, es sei "kein Verbrechen, Asyl zu suchen"; dies solle "in einem ganz normalen Verfahren abgewickelt werden". Natürlich versuchten immer auch Personen, die nichts Gutes im Schilde führten, die Not anderer für ihre Zwecke zu nutzen. Aber es gebe "gerechte Wege" herauszufinden, wer das Recht missbrauchen wolle und wer Schutz suche.

"Respektieren, lieben und schützen"

Der Vorsitzende des Komitees der US-Bischofskonferenz für Flucht und Einwanderung, Bischof Joe Vasquez aus Austin, erklärte, es gebe einige in der Kirche, die zu feige seien, sich gegen die geschürte Feindseligkeit gegenüber Fremden auszusprechen. Säkularen Kräften dürfe nicht erlaubt werden, der Kirche zu sagen, wie sie sich selbst, ihre Rolle und Mission begreife. "Als Katholiken müssen wir die Einwanderer respektieren, lieben und schützen", so Vasquez.

Eine schnelle Lösung für die angespannte Lage an der Südgrenze zeichnet sich trotz solcher Appelle nicht ab. Präsident Trump machte klar, dass er unter allen Umständen einen Übertritt der Flüchtlinge auf US-Territorium verhindern wolle. Der Präsident plant, den Einsatz der aktiven US-Soldaten bis ins neue Jahr hinein zu verlängern. Sein Lösungsvorschlag: Mexiko solle die "Fahnen schwenkenden Migranten, von denen viele eiskalte Kriminelle sind, in ihre Länder zurückschicken".

Bernd Tenhage
(KNA)

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