11.11.2018

Historiker fordert von Kanzlerin Befreiungsaktion für Asia Bibi "Dass sie das kann, hat sie bewiesen"

Der Historiker Michael Wolffsohn appelliert an Angela Merkel, sich für die Christin Asia Bibi einzusetzen. Es sei höchste Zeit, dass die Bundesregierung eine Befreiungsaktion anpacke, schreibt der deutsch-jüdische Publizist.

"Diskret, aber wirksam und eben menschlich. Dass sie so etwas kann, hat sie bewiesen", verwies Wolffsohn in seinem Beitrag auf bild.de auf die Befreiung syrischer Widerständler 2016 im Herrschaftsgebiet der Terrormiliz "Islamischen Staat". Damals seien "auf verschlungenen Pfaden und ohne öffentliches Aufsehen diese wackeren Menschen nach Deutschland gebracht" worden.

Das sei eine "ebenso mutige wie bravouröse und menschliche Tat" gewesen, erklärte der Historiker. "Wo bleibt jener Kompass der Menschlichkeit im Fall der pakistanischen Christin Asia Bibi?"

Asia Bibi überraschend freigesprochen

Bibi, deren Fall internationale Aufmerksamkeit erfuhr, war 2009 als erste Christin in Pakistan wegen Beleidigung des Islam angeklagt und zum Tode verurteilt worden. Sie bestreitet die Vorwürfe. Im Juli 2015 ordnete ein Gericht die vorläufige Aussetzung der Vollstreckung der Todesstrafe an. Vor etwa zehn Tagen sprach sie das Oberste Gericht Pakistans überraschend frei.

Danach kam es in ganz Pakistan zu gewalttätigen Protesten der radikalislamischen Partei Tehreek-e-Labbaik Pakistan (TLP). Die Regierung sicherte daraufhin zu, ein Ausreiseverbot für Asia Bibi zu verhängen. Die Christin saß weiterhin im Gefängnis. Am Mittwoch berichteten Medien, dass die Behörden die Entlassung von Asia Bibi bekanntgegeben hätten. Derzeit hält sie sich an einem unbekannten Ort auf.

(KNA)

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