Christen auf den Philippinen
Christen auf den Philippinen

31.10.2018

Erhöhte Sicherheitsstufe zu Allerheiligen auf den Philippinen Mit Polizeigeleit zum Friedhof

Allerheiligen und Allerseelen gehören zu den höchsten Feiertagen für philippinische Christen. Für Sicherheitsbehörden werden es anstrengende Tage: Um die Gläubigen vor Terroranschlägen zu schützen werden mehrere Tausend Polizisten im Einsatz sein.

Polizei und Armee der Philippinen wollen mit massiven Sicherheitsmaßnahmen zu Allerheiligen und Allerseelen die Friedhöfe vor Anschlägen schützen. Die auch als "Undas" (Tage der Toten) bekannten Feiertage bilden nach Weihnachten und der Karwoche das höchste christliche Fest auf den mehrheitlich katholischen Philippinen. Millionen Menschen besuchen an diesen Tagen die Friedhöfe und nutzen das Totengedenken zu Familienfeiern mit Picknick an den Gräbern.

Allein auf den 80 Friedhöfen und 30 Kolumbarien der Hauptstadt Manila sollen 3.400 Polizisten die Gläubigen vor terroristischen Anschlägen sowie vor Kriminalität schützen, wie der asiatische katholische Pressedienst Ucanews am Donnerstag berichtete. Zusätzlich würden an wichtigen Verkehrsknotenpunkten und Bahnhöfen Bombenspürhunde eingesetzt.

Verkehrschaos erwartet

Zugleich warnten die Behörden vor einem Verkehrschaos in den Städten. Es sei zu erwarten, dass zu Undas Hunderttausende Menschen mit ihren Autos zu den Friedhöfen fahren würden. Die Luftfahrtbehörde wolle ab dem 27. Oktober durch "Sondermaßnahmen" eine "effiziente, störungsfreie und sichere" Abwicklung des erhöhten Passagieraufkommens auf den 20 Flughäfen des Landes sicherstellen, hieß es. Millionen Philippiner reisen über die Feiertage zu ihren Familien und zu den Gräbern ihrer Verstorbenen in ihren Heimatstädten und -dörfern.

Die Christianisierung der Philippinen begann 1565 mit der Kolonialisierung der philippinischen Insel durch das katholische Königreich Spanien. Vor der spanischen Kolonialzeit waren Animismus, Islam und Buddhismus die am meisten verbreiteten Religionen.

Ordensfrau muss Philippinen verlassen

Die Ausweisung der australischen Ordensfrau Patricia Fox (71) von den Philippinen ist endgültig. Die Einwanderungsbehörde lehnte am Mittwoch ihren Antrag auf Verlängerung ihres vorläufigen Besuchervisums ab, wie ihre Anwältin Maria Sol Taule (Mittwoch) auf Facebook mitteilte. Fox müsse bis Samstag ausreisen. Die Ordensoberin der Schwestern Unserer Lieben Frau von Sion auf den Philippinen hatte wiederholt Menschenrechtsverletzungen der Regierung von Präsident Rodrigo Duterte angeprangert und war so ins Visier der Behörden geraten.

Schwester Fox habe während ihrer 27 Jahre auf den Philippinen "nichts Falsches und Illegales getan", so die Anwältin. Sie werde von den Menschen auf den Philippinen geliebt. Die Regierung werde angesichts ihrer "notorischen Menschenrechtsverletzungen" am Ende die "Verliererin sein", heißt es in einer gemeinsamen Erklärung von Taule und der "Nationalen Union der Volksanwälte". Fox werde weiter für die Menschenrechte kämpfen und auf die Philippinen zurückkehren, sobald Duterte von einer Regierung abgelöst sei, die wieder Kritik sowie Missions- und Menschenrechtsarbeit akzeptiere.

Ordensfaru seit Monaten in Haft

Fox war im April auf Anweisung Dutertes wegen der Teilnahme an einer "politischen Demonstration" festgenommen und für eine Nacht inhaftiert worden. Sie war Mitglied einer Faktenfindungsmission philippinischer und internationaler Menschenrechtler, die sich ein Bild von der Lage auf der Insel Mindanao machen wollte. Dort hatte Duterte im Mai 2017 das Kriegsrecht verhängt.

Die Einwanderungsbehörde wertete die Mission als "politische Betätigung" und als Verstoß gegen die Vorgaben von Fox' Missionarsvisums; sie verfügte die Ausweisung. In den vergangenen sechs Monaten kämpften Fox' Anwälte letztlich vergeblich für ein Bleiberecht.

(KNA, epd)

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