Patriarch Kyrill I.
Patriarch Kyrill I.

01.09.2018

Moskauer Patriarchat will sich stärker in Korea engagieren Wege des Friedens

Der Patriarch von Moskau, Kyrill I., will eine Delegation nach Pjöngjang schicken. Anlass ist der 70. Jahrestag der Beziehungen zwischen Russland und Nordkorea. Der Patriarch kündigte den Plan während eines Besuches der nordkoreanischen Botschaft an.

Die russisch-orthodoxe Kirche will die Beziehungen zu Nordkorea intensivieren. Bei einer Begegnung mit Mitgliedern des "Orthodoxen Komitees Nordkoreas" dankte Kyrill I. Nordkoreas Präsidenten Kim Jong Un für dessen "Aufmerksamkeit" für die orthodoxe Hauptkirche in Pjöngjang.

Wiedervereinigung unterstützen

Kyrill I. bekundete die Bereitschaft seiner Kirche, sich intensiver in die Friedensdialoge der koreanischen Halbinsel einzuschalten. Die dortige positive Entwicklung der politischen Situation nannte er erfreulich. Er sei überzeugt, dass eine umfassende Friedensregelung für Korea nur durch friedliche Mittel erreicht werden könne. Die Weltgemeinschaft solle die Anstrengungen des koreanischen Volks zur Wiedervereinigung unterstützen; sie dürfe sich aber nicht in die inneren Angelegenheiten der Koreaner einmischen.

Das am 27. April unterzeichnete Dokument von Kim Jong Un und Südkoreas Präsident Moon Jae-in bezeichnete der Patriarch als "epochal". Damit sei der Weg für die Intensivierung des Prozesses der Wiedervereinigung des geteilten ostasiatischen Landes eröffnet worden.

Lebendiger Austausch

Der Patriarch begrüßte, dass einige nordkoreanische Studenten jetzt im Seminar in Chabarowsk im russischen Fernen Osten studieren können, um sich auf das Priestertum vorzubereiten. 2006 war Kyrill - damals noch Metropolit - zur Weihe der Dreifaltigkeitskirche nach Pjöngjang gereist.

Kyrill I. zeigte sich bei der Begegnung in der Moskauer Christi-Erlöser-Kathedrale erfreut, dass er jetzt zwei nordkoreanische Priesteramtsstudenten zu Priestern weihen könne. Zugleich bedauere er, dass die im Jahr 1900 in Seoul erbaute orthodoxe Kirche aufgrund von "nicht nachvollziehbaren Vorbehalten" noch immer nicht restauriert werden könne.

Mangelnde Religionsfreiheit

Trotz der Existenz christlicher Kirchen in Pjöngjang - orthodoxer, katholischer, evangelischer - beklagen Beobachter in Nordkorea fehlende Religionsfreiheit. Gemeinsam mit Afghanistan liegt Nordkorea in dem Weltverfolgungsindex 2018 der Hilfsorganisation "Open Doors" auf Platz eins beim Thema Christenverfolgung.

(KNA, VN)

DOMRADIO.DE auch auf Alexa

Gottesdienste, Nachrichten und das Evangelium – jetzt täglich auch auf Ihrem Echo und Echo Show!

Wort des Bischofs

Der geistliche Impuls von Kardinal Woelki. Jeden Sonntag neu.

Mit Willibert in die Heilige Stadt

Im November 2019 ist es soweit: Erkunden Sie das ehrwürdige Rom auf dieser Pilgereise mit dem Rom-Kenner Willibert Pauels, Karnevalsfreunden und DOMRADIO.DE Besuchern auch bekannt als "ne Bergische Jung"!

Der gute Draht nach oben!

Tageskalender

Radioprogramm

  • Tageskalender
  • 13.11.
06:00 - 06:30 Uhr

DOMRADIO Morgenimpuls

06:30 - 10:00 Uhr

DOMRADIO Der Morgen

10:00 - 15:00 Uhr

DOMRADIO Der Tag

10:00 - 15:00 Uhr

DOMRADIO Der Tag

15:00 - 19:00 Uhr

DOMRADIO Der Tag

15:00 - 19:00 Uhr

DOMRADIO Der Tag

19:00 - 22:00 Uhr

DOMRADIO Der Abend

22:00 - 22:30 Uhr

DOMRADIO Nachtgebet

Wochenkommentar

Der DOMRADIO.DE Chefredakteur blickt auf die Woche.

Programmtipps

Kostenlose Radio-App für iPhone und Android

Nehmen Sie Ihr DOMRADIO.DE mit wohin Sie wollen und wann immer Sie Lust haben. Funktionen: Nachrichten, Podcasts, Mediathek, Wecker, Sleep-Timer, Bluetooth, Chromecast, AirPlay, CarPlay, Android Wear…

Empfangsanleitung zum Ausdrucken

Gemeinsam für das Mehr im Menschen

Berufungspastoral im Erzbistum Köln: Dein Platz in Kirche und Welt.

Das ganze Leben

Hilfsangebote der Kirche im Erzbistum Köln.

Der tägliche Impuls von Weihbischof Puff

Weihbischof Schwaderlapp beantwortet Glaubensfragen