Kardinal Ricardo Ezzati Andrello
Kardinal Ricardo Ezzati Andrello

08.08.2018

Antrag auf Entzug der Staatsbürgerschaft für Kardinal in Chile "Seiner Aufgabe nicht gerecht geworden"

Dem chilenischen Parlament liegt ein Antrag zum Entzug der Staatsbürgerschaft des Erzbischofs von Santiago, Kardinal Ricardo Ezzati, vor. Im März 2006 hatte Ezzati wegen seiner Verdienste um die Bildung die chilenische Staatsbürgerschaft erhalten.

Der gebürtige Italiener sei den Ansprüchen seiner Aufgabe und einer chilenischen Staatsbürgerschaft nicht gerecht geworden, sagte Medienberichten zufolge die linksgerichtete Senatorin Adriana Munoz, die gemeinsam mit der Christdemokratin Ximena Rincon den Antrag im Parlament eingebracht hatte. An diesem Mittwoch (Ortszeit) soll der Antrag vom Parlament geprüft werden. Im März 2006 hatte Ezzati von der Abgeordnetenkammer wegen seiner Verdienste um die Bildung die chilenische Staatsbürgerschaft erhalten.

Verzicht auf Vorsitz

Vor dem Hintergrund des Missbrauchsskandals in Chile hatte Ezzati am vergangenen Wochenende seinen Verzicht auf den Vorsitz der zentralen religiösen Feier beim Nationalfeiertag im September angekündigt. Im Interesse eines Klimas des Vertrauens und der nationalen Eintracht habe er entschieden, von der Leitung des traditionellen "Te Deum" zurückzutreten, erklärte Ezzati. Zugleich wiederholte er die Beteuerung, weder sexuelle Vergehen von Geistlichen vertuscht noch die Aufklärung behindert zu haben. Ezzati steht insbesondere bei Missbrauchsopfern wegen seiner Rolle in dem Skandal in der Kritik.

Chiles Kirche wird von einem Missbrauchsskandal erschüttert, der seit Monaten für Schlagzeilen sorgt. Im Brennpunkt steht der Priester Fernando Karadima, der 2011 wegen sexueller Vergehen verurteilt wurde. Aus seinem Kreis gingen mehrere Bischöfe hervor.

Vertuschung von Missbrauchsfälle

Papst Franziskus hatte zur Klärung der Vorwürfe die Chilenische Bischofskonferenz in den Vatikan gebeten. Inzwischen nahm Franziskus fünf Rücktrittsgesuche von Bischöfen an. Zuletzt rückten auch die beiden Kardinäle Ezzati und Francisco Errazuriz ins Zentrum der Kritik. Ihnen wird vorgeworfen, Missbrauchsfälle im Erzbistum Santiago vertuscht zu haben.

(KNA)

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