Nicaragua: Demonstranten zeigen ein Banner mit einem Foto von Geistlichen bei einem Protestmarsch
Nicaragua: Demonstranten zeigen ein Banner mit einem Foto von Geistlichen bei einem Protestmarsch
Nicaragua: Demonstrantin mit Leguan
Nicaragua: Demonstrantin mit Leguan

29.07.2018

Tausende Nicaraguaner zeigen Solidarität mit der Kirche Ruf nach Gerechtigkeit

In Nicaragua sind am Wochenende aus Solidarität mit den katholischen Bischöfen des Landes Tausende Demonstranten auf die Straße gegangen.

Laut Medienberichten fand der rund sechs Kilometer lange Protestmarsch zur Kathedrale der Hauptstadt Managua am Samstag (Ortszeit) statt. Unter den Demonstranten waren demnach auch Angehörige anderer Konfessionen und Nichtgläubige. Immer wieder skandierte die Menge Rufe wie "Gerechtigkeit!" und "Freiheit!". Die Demonstration ging ohne Zwischenfälle zu Ende.

Vorwurf der schweren Menschenrechtsverstöße

In dem zentralamerikanischen Land kommt es seit Monaten zu Massenprotesten gegen Präsident Daniel Ortega. Dabei gab es bislang rund 350 Tote, Tausende Menschen wurden verletzt.

Menschenrechtsorganisationen und die katholische Kirche werfen der Regierung schwere Menschenrechtsverstöße vor. Ein "nationaler Dialog" unter Federführung der Kirche strebt eine Lösung des Konflikts an, wird aber durch die Gewalt immer wieder unterbrochen.

"Gotteshäuser weiter offen"

Zuletzt warf die Regierung den Bischöfen vor, sich auf die Seite der Demonstranten zu stellen und sie zu Protesten zu ermutigen. "Unsere Gotteshäuser werden weiterhin für diejenigen offenstehen, die dies benötigen", zitierte der britische Sender BBC den Generalvikar des Erzbistums Managua, Carlos Aviles. Zugleich fügte Aviles hinzu, die Kirche wolle den Dialog fortsetzen, "auch wenn sie dafür kritisiert wird".

Die Krise in Nicaragua hatte sich Mitte April an einer inzwischen zurückgenommenen Rentenreform entzündet. Anschließend richteten sich die Proteste gegen die Einschränkung der Presse- und Meinungsfreiheit sowie gegen staatliche Gewalt. Mittlerweile fordern Vertreter der Zivilgesellschaft den sofortigen Rücktritt von Präsident Ortega.

Kardinal Marx schaltet sich ein

Vor wenigen Tagen wandte sich der Vorsitzende der Deutschen Bischofskonferenz, Kardinal Reinhard Marx, gegen die wachsende Gewalt sowie die Einschränkung von Versammlungs- und Meinungsfreiheit in Nicaragua. In einem Brief forderte er Präsident Ortega auf, er solle "ein Signal des Friedens geben und auf den Weg des nationalen Dialogs zurückkehren".

(KNA)

Im Video: Täglicher Gottesdienst

Sehen Sie hier den täglichen Gottesdienst aus dem Kölner Dom. An Werktagen ab 9 Uhr, an Sonn- und Feiertagen ab 12 Uhr in der Mediathek.

Messenger-Gemeinde

Tageskalender

Radioprogramm

 21.09.2020
06:30 - 10:00 Uhr

DOMRADIO - Der Morgen

  • Gebet der Religionen in Krisenzeiten der Welt - was ist für heute geplant?
  • Ernster Hintergrund: Caritas verstärkt auf TikTok und Instagram unterwegs
10:00 - 15:00 Uhr

DOMRADIO Der Tag

10:00 - 15:00 Uhr

DOMRADIO Der Tag

15:00 - 19:00 Uhr

DOMRADIO Der Nachmittag

15:00 - 19:00 Uhr

DOMRADIO Der Nachmittag

19:00 - 22:00 Uhr

DOMRADIO Der Abend

22:00 - 22:30 Uhr

DOMRADIO Nachtgebet

Heutiges Evangelium:
In dieser Woche zu Gast:
In dieser Woche zu Gast:

Das Heilige Jahr in Santiago de Compostela

Pilgerreise auf dem Jakobsweg mit „ne Bergische Jung“ Willibert Pauels! Jetzt anmelden für Juli 2021!

Sommeraktion: Meine Heimatkirche

Die Sommeraktion von DOMRADIO.DE: Wir suchen Ihre Heimatkirche. Laden Sie ein Bild hoch und erzählen Sie uns Ihre Geschichte!

Himmelklar Podcast

durchatmen – Der Seelsorge Podcast

Weihbischof Puff: täglicher Impuls und Fürbitten

Wort des Bischofs

Der geistliche Impuls von Kardinal Woelki. Jeden Sonntag neu.

Wochenkommentar

Der DOMRADIO.DE Chefredakteur blickt auf die Woche.

Kostenlose Radio-App für iPhone und Android

Nehmen Sie Ihr DOMRADIO.DE mit wohin Sie wollen und wann immer Sie Lust haben. Funktionen: Nachrichten, Podcasts, Mediathek, Wecker, Sleep-Timer, Bluetooth, Chromecast, AirPlay, CarPlay, Android Wear…