Flüchtlingskinder in Myanmar
Flüchtlingskinder in Myanmar
Erzbischof Ludwig Schick
Erzbischof Ludwig Schick

18.07.2018

Rekordvolumen für weltkirchliche Projekte Hilfe für Minenarbeiter, Straßenkinder oder Kriegsopfer

Betroffen machen zunächst die Einzelschicksale. Mit Hilfe von Projekten der katholischen Weltkirche wenden sich jedoch viele Lebensläufe zu einem Besseren. Der Jahresbericht stellt einige Beispiele vor.

Guadalupe lächelt. Sie hat ein Dach über dem Kopf, einen Stift in der Hand und sitzt in einer Schulbank. Das war früher nicht so: Guadalupe Alvarado war ein Straßenkind in Mexiko-Stadt. Mit dem Projekt "Yolia" des Lateinamerika-Hilfswerks Adveniat hat sie eine neue Familie gefunden und besucht jetzt auch eine Schule. Guadalupe ist ein Beispiel im neuen "Jahresbericht Weltkirche", der zeigt. wie katholische Bistümer, Hilfswerke und Missionsorden aus Deutschland weltweit im Einsatz waren.

Rekordvolumen erzielt

Im Jahr 2017 hat die "Konferenz Weltkirche", der Zusammenschluss der international tätigen katholischen Einrichtungen in Deutschland, pastorale und soziale Projekte weltweit mit 602 Millionen Euro gefördert. Wie die Deutsche Bischofskonferenz  in Bonn weiter mitteilte, wurde das Ergebnis des Vorjahres um zwei Millionen Euro übertroffen. Damit sei wieder ein Rekordvolumen erzielt worden, erklärt der Vorsitzende der Weltkirche-Kommission der Deutschen Bischofskonferenz, Erzbischof Ludwig Schick, in seinem Vorwort.

So hat das Bonifatiuswerk den Christen in Schweden ein neues kirchliches Dach über dem Kopf gebracht: Der Bau der Jungfrau-Maria-Kirche im Södertälje samt Gemeindehaus wurde vom Hilfswerk, des Diaspora-Kommissariat mit rund 1,37 Millionen Euro unterstützt. Die katholische Kirche in Schweden reagierte mit dem Neubau auf den starken Zuzug katholischer Migranten - und nimmt mit ihrer offenen Art eine Vorreiterrolle mit Blick auf die Integration von Migranten und Flüchtlingen ein, heißt es im Bericht.

Die Arbeit von Caritas international in Bangladesch für die geflüchteten Rohingya stieß bei den Vereinten Nationen auf ein so positives Echo, dass die UN das Modelldorf des Hilfswerks als Vorbildsiedlung empfahlen - und die Caritas mit dem Bau von weiteren 20.000 Hütten beauftragte. Neben dieser Krisenregion standen für die Organisation auch die Hungerkrise in Ostafrika und der Bürgerkrieg in Syrien im Fokus. "Die Hilfe in allen diesen Katastrophen dauert noch immer an", so der Leiter von Caritas international, Oliver Müller.

"Versalzene" Zukunft

Pablos Zukunft sieht versalzen aus. Seine Familie lebt vom Fischfang am Turkanasee in Kenia. Doch der See trocknet langsam aus - und versalzt. Der Junge stand bei der 59. Aktion Dreikönigssingen stellvertretend für alle Kinder und Jugendlichen in der kargen Region. Das Missionswerks "Die Sternsinger" unterstützt die Gemeinschaft St. Paul der Apostel vor Ort, die unter anderem Staudämme und Wasserstellen errichtet sowie Landwirtschaftsprojekte ermöglicht. So werden bodenschonende Pflanzen angebaut, die mit wenig Wasser auskommen.

Das Osteuropahilfswerk Renovabis verweist im Bericht auf die Hilfe für Menschen am Rand der Gesellschaft, etwa in einem Tageszentrum für Obdachlose in Kroatien oder in einem Drogentherapiezentrum im polnischen Nysa. "Pastorale Projekte wie etwa Existenzhilfe für Priester und Ordensleute oder die Ausbildung von Diakonen in Litauenwaren darunter", ergänzt Hauptgeschäftsführer Christian Hartl.

Hilfe in Burkina Faso

Das Renovabis-Gesamtvolumen habe mehr als 29 Millionen Euro betragen. Misereor betont, sein Kernanliegen sei, neben Soforthilfe nachhaltige Entwicklungsmaßnahmen einzuleiten. Im Mittelpunkt ständen die Menschen im Nahen und Mittleren Osten. So würden zurzeit in Syrien neun Projekte mit mehr als 1,4 Millionen Euro unterstützt.

Für die Missionswerke missio Aachen und München lag indes der Schwerpunkt auf Burkina Faso als Beispielland des Monats der Weltmission. Kirchliche Mitarbeiter sorgen sich laut der Organisationen um die Betroffenen von Armut und Verfolgung, lindern ihr körperliches und seelisches Leid und setzen sich auch politisch für sie ein. Einer der Helfer ist Abbe Marcellin. Sein Arbeitsfeld könnte kaum größere Unterschiede aufweisen: auf der einen Seite Gold, auf der anderen Seite bittere Armut. Der Geistliche kümmert sich um Kinder und Jugendliche, die in illegalen Goldminen unter schlimmsten Bedingungen schuften.

Rainer Nolte
(KNA)

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