Afrikanische Bischöfe gedenken ertrunkener Migranten

Blumenkranz im Meer

Die katholischen Bischöfe und die Regierung von Burkina Faso wollen auf der Insel Lampedusa der Migranten gedenken, die im Mittelmeer ertrunken sind. Am Mittwochvormittag sei eine Gedenkfeier im Hafen Porta d'Europa geplant, hieß es.

Flüchtlinge auf dem Mittelmeer / © Olmo Calvo (dpa)
Flüchtlinge auf dem Mittelmeer / © Olmo Calvo ( dpa )

Der Besuch je einer Delegation sei für Dienstagnachmittag und Mittwoch vorgesehen, wie die katholische Gemeinschaft Sant'Egidio mitteilte. Am Mittwochvormittag sei eine Gedenkfeier im Hafen Porta d'Europa geplant. 

Geleitet werde die aus 13 Personen bestehende Delegation vom Vorsitzenden der Bischofskonferenz, Erzbischof Paul Ouedraogo von Bobo-Dioulasso.

Treffen mit Außenministern 

Neben dem Gedenken an die ertrunkenen Schiffbrüchigen, bei dem ein Blumenkranz dem Meer übergeben werden soll, sind Treffen mit Vertretern der Gemeinde Lampedusa, des italienischen sowie des burkinischen Außenministeriums vorgesehen. 

Zudem wolle der Kardinal Philippe Nakellentuba Ouedraogo, Erzbischof von Ouagadougou, eine Messe feiern Die Bischöfe Burkina Fasos sind in diesen Tagen zu ihrer regelmäßigen Berichterstattung im Vatikan. Papst Franziskus empfing sie und ihre Kollegen aus dem Niger am Montag in Audienz.

Ad-limina-Besuch

Alle fünf bis sieben Jahre sind die katholischen Bischöfe aus aller Welt laut dem Kirchenrecht zu einem sogenannten Ad-limina-Besuch im Vatikan verpflichtet. Zweck ist es, dass die Bischöfe eines Landes den Papst über die jeweilige Situation in ihren Diözesen informieren.

Deutsche Bischöfe / © Julia Steinbrecht (KNA)
Deutsche Bischöfe / © Julia Steinbrecht ( KNA )
Quelle:
KNA