Studie zur Entwicklungszusammenarbeit: Kirchen und politische Stiftungen werden weniger gefördert
Entwicklungshilfe vor allem in Afrika gefragt
Erzbischof Ludwig Schick
Erzbischof Ludwig Schick

26.05.2018

Erzbischof Schick kritisiert Konsum, Korruption und Hunger "Mensch als Leib-Seele-Einheit"

Ein würdevolles Leben für alle Menschen fordert der Bamberger Erzbischof Ludwig Schick im Rahmen eines deutsch-afrikanischen Bischofstreffens in Madagaskar. Im Fokus steht die "ganzheitliche Entwicklung" des Menschen.

Afrika und Europa brauchen nach Ansicht des Bamberger Erzbischofs Ludwig Schick mehr "ganzheitliche Entwicklung". Entsprechende Ansätze müssten alle Menschen in den Blick nehmen, ungeachtet von Herkunft, Religion oder sozialer Schicht, sagte Schick am Samstag in Madagaskar. Die fünftägige Begegnung geht am Sonntag zu Ende.

Schick, der in der Deutschen Bischofskonferenz für das Thema Weltkirche zuständig ist, kritisierte einen zunehmenden Materialismus "in den sogenannten entwickelten Ländern". Orientierung am Konsum und Verbrauch der Ressourcen auf Kosten von Mensch und Umwelt sorgten für Perspektivlosigkeit und ließen leere Seelen zurück.

Weiter bemängelte der Erzbischof "große Defizite" in der wirtschaftlichen Entwicklung und Bekämpfung von Armut in Afrika: "Menschen hungern, in vielen Ländern werden Konflikte mit Gewalt ausgetragen, korrupte Eliten und gesellschaftliche Ungerechtigkeiten machen Entwicklungsansätze zunichte." Schick betonte, Entwicklung im Sinne der katholischen Soziallehre umfasse "den ganzen Menschen als Leib-Seele-Einheit".

Große Differenzen zwischen arm und reich

Er fügte hinzu, trotz Erfolgen beim Kampf gegen Armut seien die Unterschiede zwischen arm und reich "immer noch gravierend". Mehr als 800 Millionen Menschen litten täglich Hunger und über zwei Milliarden hätten keinen Zugang zu sauberem Wasser.

Im Zentrum des Bischofstreffens in Madagaskars Hauptstadt Antananarivo stehen Fragen nach wirtschaftlichen, sozialen und kulturellen Umwälzungen. Ausrichter sind die Deutsche Bischofskonferenz und die gesamtafrikanische Bischofskonferenz SECAM. An der Begegnung nehmen 16 Bischöfe aus Deutschland und Afrika teil sowie Vertreter von Hilfswerken.

(KNA)

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