Zerstörung in Gaza
Zerstörung in Gaza (Archivbild)

21.04.2018

Zwei Tote und 126 Verletzte bei Demonstrationen am Gazastreifen Gewalt in Gaza

Bei erneuten Freitagsdemonstrationen am Rand des Gazastreifens sind zwei Palästinenser erschossen und 126 verletzt worden. Zuvor hatte Israel Flugblätter mit Drohbotschaften abgeworfen.

An den Kundgebungen zum "Marsch der Rückkehr" nahmen diesmal rund 3.000 Menschen und damit deutlich weniger als in den vergangenen Wochen teil, wie israelische Medien berichteten.

Kampf für Rückkehrmöglichkeit

Israel hatte am frühen Morgen Flugblätter über der Region abgeworfen und die Palästinenser vor Angriffen auf Soldaten und die Grenzsicherungsanlagen gewarnt. Die Armee werde "Schäden an der Infrastruktur und am Zaun, der israelische Bürger schützen soll, nicht hinnehmen und jeden ins Visier nehmen, der versucht, Israels Sicherheit zu schädigen".

Nach israelischen Angaben versucht die radikal-islamische Hamas, die von Zivilisten gestarteten gewaltlosen Demonstrationen für ihre Interessen auszunutzen. Die Armee setzte gegen die Demonstranten Tränengas, Gummigeschosse, aber auch scharfe Munition ein.

Mit den Kundgebungen wollen die Palästinenser für eine Rückkehrmöglichkeit in ihre Heimatorte eintreten. Jedoch war es bereits in den Vorwochen zu Ausschreitungen einzelner Aktivisten gekommen.

"Ihr tötet unsere Leute kaltblütig"

Der Islamische Dschihad stellte am Donnerstag ein Video ins Netz, das den für die Region zuständigen israelischen Generalmajor Yoav Mordechai durch das Zielfernrohr eines Scharfschützen bei der Inspektion der Grenzanlage zeigen soll. Versehen waren die Bilder Medienberichten zufolge mit der Nachricht: "Ihr tötet unsere Leute kaltblütig, und denkt, Ihr seid geschützt. Aber unser Sniper blickt auf euren Top-Kommandeur."

Bei der Behandlung der verletzten Demonstranten waren auch Teams von Ärzte ohne Grenzen in Gaza im Einsatz, wie die Hilfsorganisation mitteilte. Seit dem 1. April hätten sie mehr als 500 Menschen mit Schussverletzungen medizinisch versorgt. Viele Verletzungen seien "ungewöhnlich schwer und ernst".

Grund für die Unruhen seit 30. März sind unter anderem die schlechten Lebensbedingungen im Gazastreifen. Die Proteste sollen bis zum 15. Mai dauern, dem Tag nach der israelischen Unabhängigkeitserklärung, den die Palästinenser als Tag der Katastrophe (Nakba) und der Vertreibung begehen. Die mehrtägigen Feierlichkeiten in Israel zum 70. Jahrestag der Staatsgründung hatten bereits am Mittwochabend begonnen, da der Termin nach dem jüdischen Kalender auf den 19. April fällt.

(KNA)

Mit Willibert in die Heilige Stadt

Im November 2019 ist es soweit: Erkunden Sie das ehrwürdige Rom auf dieser Pilgereise mit dem Rom-Kenner Willibert Pauels, Karnevalsfreunden und DOMRADIO.DE Besuchern auch bekannt als "ne Bergische Jung"!

Der gute Draht nach oben!

Tageskalender

Radioprogramm

  • Tageskalender
  • 17.08.
06:00 - 06:30 Uhr

DOMRADIO Morgenimpuls

06:30 - 10:00 Uhr

DOMRADIO Der Morgen

  • Missbrauch in US-Kirche: Kommentar von Ingo Brüggenjürgen
  • Sommer-Besuch in Taize
  • Glaubensfragen an Weihbischof Schwaderlapp
10:00 - 15:00 Uhr

DOMRADIO Der Tag

10:00 - 15:00 Uhr

DOMRADIO Der Tag

15:00 - 19:00 Uhr

DOMRADIO Der Tag

15:00 - 19:00 Uhr

DOMRADIO Der Tag

19:00 - 22:00 Uhr

DOMRADIO Der Abend

22:00 - 22:30 Uhr

DOMRADIO Nachtgebet

Heutiges Evangelium:
In dieser Woche zu Gast:
In dieser Woche zu Gast:

Wochenkommentar

Der DOMRADIO.DE Chefredakteur blickt auf die Woche.

Programmtipps

  • Pussy Riots in Moskauer Kathedrale
    17.08.2018 09:20
    Anno Domini

    Pussy Riot

  • Matthäusevangelium
    18.08.2018 07:50
    Evangelium

    Mt 19,13–15

  • Luthers 95 Thesen leiten die Reformation ein - und gefährden die Machtposition der katholischen Kirche
    18.08.2018 09:20
    Anno Domini

    Mit neuer Härte gegen Glaubens...

Kostenlose Radio-App für iPhone und Android

Nehmen Sie Ihr DOMRADIO.DE mit wohin Sie wollen und wann immer Sie Lust haben. Funktionen: Nachrichten, Podcasts, Mediathek, Wecker, Sleep-Timer, Bluetooth, Chromecast, AirPlay, CarPlay, Android Wear…

Empfangsanleitung zum Ausdrucken

Wort des Bischofs

Der geistliche Impuls von Kardinal Woelki. Jeden Sonntag ab 8 Uhr!

Gemeinsam für das Mehr im Menschen

Berufungspastoral im Erzbistum Köln: Dein Platz in Kirche und Welt.

Das ganze Leben

Hilfsangebote der Kirche im Erzbistum Köln.

Der tägliche Impuls von Weihbischof Puff

Weihbischof Schwaderlapp beantwortet Glaubensfragen