Symbolbild: Plaza de Armas in Peru
Symbolbild: Plaza de Armas in Peru

14.01.2018

Franziskus unterwegs Papst reist nach Chile und Peru

Papst Franziskus bricht am Montag zu einer Reise nach Chile und Peru auf. Inhaltliche Schwerpunkte des einwöchigen Besuchs sind die Rechte der indigenen Minderheiten und die Umweltzerstörung vor allem im Amazonasgebiet.

In beiden Ländern trifft der Papst auch auf eine innerkirchlich gespaltene Gesellschaft. In Chile will Franziskus zudem mit Opfern des Pinochet-Regimes sprechen. Es ist die 22. Auslandsreise von Franziskus und sein vierter Besuch in Südamerika.

Am Montagabend (Ortszeit) wird der Papst von Chiles Präsidentin Michelle Bachelet in der Hauptstadt Santiago erwartet. Das offizielle Programm beginnt Dienstag mit einem Besuch im Präsidentenpalast und einer Messe im O'Higgins-Park mit bis zu 400.000 Menschen. Mittwoch reist Franziskus ins südlich gelegene Temuco weiter, das Zentrum der Mapuche, die seit langem und teils gewaltsam um Landansprüche kämpfen.

Rede an der Universität

Ebenfalls am Mittwoch ist eine Rede des Papstes an der Päpstlichen Katholischen Universität von Chile geplant. Die Hochschule in Santiago mit rund 27.000 Studierenden nimmt einen Spitzenplatz in Lateinamerika ein; zugleich gilt das chilenische Bildungssystem als elitär. Zum Abschluss des Aufenthalts in Chile ist eine Messe in der Küstenstadt Iquique am Rand der Atacama-Wüste geplant.

Während des anschließenden Besuchs in Peru will der Papst in Puerto Maldonado mit Vertretern der Amazonas-Völker zusammenkommen. Das für Freitag vorgesehene Treffen wird als Auftakt einer Amazonien-Synode gesehen, die Franziskus für 2019 in den Vatikan einberufen will. Am Samstag feiert der Papst eine große Messe am Strand bei Trujillo.

Franziskus trifft Sturm-Opfer

Anschließend besucht er ein Wohnviertel, das im April 2017 von schweren Überflutungen im Zuge des Klimaphänomens El Nino heimgesucht wurde. Nach Treffen mit Ordensfrauen und den peruanischen Bischöfen in Lima sowie einer Messe fliegt er am folgenden Sonntag nach Rom zurück.

Chile steht augenblicklich vor einem Regierungswechsel von der Sozialistin Bachelet zu dem konservativen Unternehmer Sebastian Pinera. In Peru geriet jüngst Präsident Pedro Kuczynski unter Druck, nachdem er mit Hilfe der Parteigänger des verurteilten früheren Amtsinhabers Alberto Fujimori ein parlamentarisches Absetzungsverfahren überstand und kurz darauf eine Begnadigung Fujimoris verkündete.

(KNA)

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