Will die Todesstrafe einführen: Philippinens Präsident Duterte (v.)
Philippinens Präsident Duterte (v.) im Gebet

05.01.2018

Kirche auf den Philippinen will "offenen Dialog" mit Duterte Vorsichtige Annäherung

Der neue Vorsitzende der katholischen Bischofskonferenz auf den Philippinen will einen "offenen Dialog" mit der Regierung von Präsident Rodrigo Duterte. "Die Kommunikationskanäle sind offen", sagte Erzbischof Romulo Valles.

Zugleich betonte der Erzbischof von Davao in einem am Freitag auf der Internetseite der Bischofskonferenz veröffentlichten Interview, die Positionen der Kirche würden "auf Basis des Evangeliums und der Lehren der Kirche" bestimmt.

Mit Blick auf Medienberichte über seine Beziehung zu dem wegen seines sogenannten "Anti-Drogenkriegs" umstrittenen Präsidenten sagte Valles, er und Duterte seien "Freunde", aber keine engen Freunde. Es sei ein "glücklicher Umstand", dass der Präsident und er beide aus Davao City kämen.

Angespanntes Verhältnis

Der 66-jährige Valles hatte am 1. Dezember 2017 sein Amt als Bischofskonferenz-Vorsitzender angetreten. Sein Vorgänger Erzbischof Socrates Villegas konnte nach zwei Amtszeiten nicht mehr wiedergewählt werden.

Das Verhältnis zwischen der Philippinischen Bischofskonferenz und Präsident Duterte ist angespannt. Die Bischöfe des mehrheitlich katholischen Landes sind ausgesprochene Kritiker des "Anti-Drogenkriegs" von Duterte und der vom Präsidenten betriebenen Wiedereinführung der Todesstrafe.

Duterte seinerseits beschimpfte die Bischöfe in der Vergangenheit wiederholt als "Hurensöhne" und korrupte "Scheinheilige". Die Wahl von Valles zum neuen Bischofskonferenz-Vorsitzenden hatte ein Sprecher von Präsident Duterte hingegen als "Signal des Friedens" begrüßt.

(KNA)

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