Japanische Kirchenzeitung – die Partnerschaft zwischen dem Erzbistum Köln und Tokio währt seit Jahren
Japanische Kirchenzeitung – die Partnerschaft zwischen dem Erzbistum Köln und Tokio währt seit Jahren
Weihbischof Schwaderlapp
Weihbischof Schwaderlapp
Marienkathedrale von Tokio
Marienkathedrale von Tokio

16.12.2017

Weihbischof Schwaderlapp über die Amtseinführung des neuen Erzbischofs in Tokio "Rührend, wie die Leute sich freuen"

Der neue Erzbischof des Kölner Partnerbistums Tokio, Tarcisius Isao Kikuchi, wurde nun in sein Amt eingeführt. Der Kölner Weihbischof Dominikus Schwaderlapp war vor Ort  - und spricht in DOMRADIO.DE über seine Eindrücke.

DOMRADIO.DE: Die Einführung des neuen Erzbischofs von Tokio ist eine große Feier mit zahlreichen Vertretern aus Kirche, Politik und Gesellschaft. Wie haben Sie das erlebt?

Weihbischof Dominikus Schwaderlapp: Man muss vorausschicken, dass die Christen in Japan in der absoluten Minderheit sind. Es gibt etwa 130 Millionen Einwohner in Japan und davon sind nicht einmal eine Million Christen. Das spiegelt sich auch in der Erzdiözese Tokio wider - 19,5 Millionen Einwohner hat Tokio und die Zahl der Katholiken im Erzbistum beträgt nicht einmal 900.000.

Insofern ist die Kirche in Japan eine Diasporakirche, aber in der Diaspora werden dann solche Feste besonders groß gefeiert. Die Marienkathedrale war brechend voll. Es waren offensichtlich viel mehr Leute als erwartet. Es standen auch noch Menschen draußen. Es war die gesamte Bischofskonferenz anwesend - auch Gäste aus Afrika, wo der neue Erzbischof früher tätig war sowie der Erzbischof und Kardinal aus Seoul, und ich eben für das Erzbistum Köln. 

DOMRADIO.DE: Warum war es für Sie so wichtig, heute bei der Amtseinführung dabei zu sein?

Schwaderlapp: Ich bin im Auftrag unseres Erzbischofs Rainer Maria Kardinal Woelki hier. Wir haben seit über 60 Jahren eine Partnerschaft mit der Erzdiözese Tokio, die wir pflegen und die uns auch am Herzen liegt, genauso wie den Leuten hier. Bei allen wichtigen Ereignissen war immer eine prominente Vertretung von dort bei uns. Deshalb war es dem Kardinal ein Anliegen, der selbst verhindert war, dass er einen Vertreter schickt.

Für mich ist es das dritte Mal im Rahmen dieser Partnerschaft, dass ich in Tokio sein darf. Und es ist rührend zu sehen, wie die Leute sich freuen, dass man sie nicht vergisst und dass man auch eine lange Reise auf sich nimmt, um teilzunehmen an dem, was die Menschen bewegt. 

DOMRADIO.DE: Seit 1954 besteht die Bistumspatenschaft zwischen den beiden Erzbistümern Köln und Tokio. Der damalige Kölner Erzbischof Joseph Kardinal Frings hat sie ins Leben gerufen. Wie bewerten Sie das Zusammenspiel von Köln und Tokio?

Schwaderlapp: Die Zusammenarbeit hat sich über die Jahre entwickelt. Längst ist nicht mehr nur die finanzielle Seite das Ausschlaggebende. Es ist bei uns immer schwer, verständlich zu machen, wieso die Kirche in Japan finanzielle Nöte haben sollte. Aber das hängt eben mit der Diaspora-Stuation zusammen. Auch wenn Japan ein sehr industrialisiertes, fortschrittliches Land ist, ist die Situation de Christen eben auch eine Minderheitssituation.

Es ist längst auch eine Gebetsgemeinschaft geworden, die das Land Myanmar und die Diözesen dort miteinbezieht. Zum Beispiel gab es im Rahmen des Partnerschaftsjubiläums eine gemeinsame Kollekte für Myanmar und die dortige Priesterausbildung, die auch immer wieder weiter ergänzt wird. Wir ziehen gemeinsam an einem Strick.

Es ist einfach immer wunderschön zu erleben, wie Weltkirche lebt; in den unterschiedlichen Kulturen, mit unterschiedlichen Sprachen, die verschiedener nicht sein können und doch geeint sind durch den gemeinsamen Glauben.

DOMRADIO.DE: Wann geht es wieder zurück nach Köln?

Schwaderlapp: Nach Ortszeit Sonntagnachmittag. Morgen früh bin ich noch in der deutschen Gemeinde Sankt Michael und halte dort die Messe zum dritten Advent, zum Gaudetesonntag.

Das Gespräch führte Carsten Dörr.

(DR)

Gottesdienste Kar- und Osterwoche

DOMRADIO.DE überträgt alle Gottesdienste der Kar- und Osterwoche auch auf Facebook und Youtube und Periscope.

Alle Übertragungen im Überblick (pdf).

Himmelklar Podcast

WBS-Weggeleit

DURCH-ATMEN - Der neue Podcast

Im Video: Täglicher Gottesdienst

Sehen Sie hier den täglichen Gottesdienst aus dem Kölner Dom. An Werktagen ab 9 Uhr, an Sonn- und Feiertagen ab 12 Uhr in der Mediathek.

Weihbischof Puff: täglicher Impuls und Fürbitten

Messenger-Gemeinde

Podcast: Der Morgenimpuls von Schwester Katharina

Der gute Draht nach oben!

Tageskalender

Radioprogramm

 08.04.2020
06:30 - 10:00 Uhr

DOMRADIO - Der Morgen

  • Corona: aktuelle Lage in Deutschland
  • Beerdigung von Johannes Paul II.
  • Karwoche und Pessach: Jerusalem unter Einfluss von Corona
10:00 - 15:00 Uhr

DOMRADIO Der Tag

  • Gottesdienste in Autokinos
  • Lock-Down in Südafrika
  • Wie kann man Jugendliche in Corona-Zeiten unterstützen
10:00 - 15:00 Uhr

DOMRADIO Der Tag

  • Gottesdienste in Autokinos
  • Lock-Down in Südafrika
  • Wie kann man Jugendliche in Corona-Zeiten unterstützen
15:00 - 19:00 Uhr

DOMRADIO Der Nachmittag

15:00 - 19:00 Uhr

DOMRADIO Der Nachmittag

18:30 - 19:30 Uhr

Gottesdienst

19:00 - 22:00 Uhr

DOMRADIO Der Abend

22:00 - 22:30 Uhr

DOMRADIO Nachtgebet

Heutiges Evangelium:
In dieser Woche zu Gast:
In dieser Woche zu Gast:

Wort des Bischofs

Der geistliche Impuls von Kardinal Woelki. Jeden Sonntag neu.

Wochenkommentar

Der DOMRADIO.DE Chefredakteur blickt auf die Woche.

Kostenlose Radio-App für iPhone und Android

Nehmen Sie Ihr DOMRADIO.DE mit wohin Sie wollen und wann immer Sie Lust haben. Funktionen: Nachrichten, Podcasts, Mediathek, Wecker, Sleep-Timer, Bluetooth, Chromecast, AirPlay, CarPlay, Android Wear…