Flüchtlinge aus Zentralamerika liegen am Eingang der Basilika Guadalupe
Flüchtlinge aus Zentralamerika liegen am Eingang der Basilika Guadalupe
Vollversammlung der US-Bischöfe
Vollversammlung der US-Bischöfe

19.10.2017

US-Bischöfe: Zeitlich begrenzten Flüchtlingsstatus ausweiten Wer darf bleiben?

Die katholische Bischofskonferenz der USA setzt sich für eine Verlängerung des zeitlich begrenzten Schutzstatus für Flüchtlinge aus El Salvador und Honduras ein. Auch in naher Zukunft könnten sie nicht in ihre Heimat zurück.

Die katholische Bischofskonferenz der USA setzt sich für eine Verlängerung des zeitlich begrenzten Schutzstatus für Flüchtlinge aus El Salvador und Honduras ein. Viele der rund 257.000 Menschen aus diesen Ländern könnten in naher Zukunft nicht sicher in ihre Heimat zurückkehren, erklärte der für Migrationsfragen zuständige Bischof Joe S. Vasquez am Mittwoch (Ortszeit) in Washington.

Es gebe genügend Hinweise, dass die vom sogenannten Temporary Protected Status (TPS) Betroffenen gefährdet seien. Die US-Regierung will Anfang November prüfen, ob sie für einen Teil der Flüchtlinge aus diesen Staaten den zeitlich begrenzten Schutzstatus verlängert.

Gesetzliche Lösung nötig

Unter den TPS-Status fallen Länder, deren Bürger aufgrund von Naturkatastrophen oder Kriegen in die USA gekommen sind. Der Status ist zeitlich begrenzt, schließt aber eine Arbeitserlaubnis ein. Die Aufenthaltsgenehmigung läuft für Bürger aus El Salvador und Honduras voraussichtlich Anfang 2018 aus.

Bischof Vasquez fordert in seiner Stellungnahme den Kongress dazu auf, eine gesetzliche Lösung für TPS-Empfänger zu finden, die schon seit vielen Jahren in den USA leben. Die Stellungnahme der Bischofskonferenz basiert auf Recherchen einer Delegation, die im August beide mittelamerikanischen Länder besucht hatte.

Protest gegen Sudan-Politik

Mitte September hatte US-Präsident Donald Trump angekündigt, den Schutzstatus für Menschen aus dem Sudan aufzukündigen. Gleichzeitig warnt das US-Außenministerium vor Reisen in das Land wegen "Terrorismus, bewaffneter Konflikte und Gewaltverbrechen". Auch in diesem Fall hatte die US-Bischofskonferenz dagegen energisch protestiert.

(KNA)