Marienstatue von Aparecida
Marienstatue von Aparecida

12.10.2017

Brasilien feiert Marienerscheinung inmitten schwerer Krise Zwischen Glauben und Volkskultur

Brasilien hat an diesem Donnerstag den 300. Jahrestag der Marienerscheinung von Aparecida gefeiert. Angesichts der wirtschaftlichen Krise und der Korruptionsskandale sprach Papst Franziskus den Gläubigen per Videobotschaft Mut zu.

Bei den Feierlichkeiten für Brasiliens Nationalheilige wurden anwesende Politiker der Regierung und Opposition von den Teilnehmern ausgebuht.

Franziskus wandte sich per Twitter an die über 13 Millionen Arbeitslosen in Brasilien. "Die Maria von Aparecida wurde von armen Arbeitern gefunden. Heute segne ich Euch alle, besonders diejenigen, die eine Arbeit suchen." Am 12. Oktober 1717 hatten Fischer die zerbrochene Marienfigur aus einem Fluss gezogen. In seiner Videobotschaft sprach der Papst zudem seine Hoffnung aus, dass die Liebe der Gläubigen stärker sei als "die Dunkelheit des Egoismus und der Korruption".

Bedürfnis der Anlehnung

Gerade in Krisenzeiten vertrauten die Menschen ganz besonders einer mütterlichen, weiblichen Figur, glaubt Joao Batista de Almeida, Verwaltungsdirektor des Heiligtums von Aparecida. "Das Volk hat das Bedürfnis, sich inmitten dieser verrückten Welt, in der wir leben, an jemanden anzulehnen."

Unter den Katholiken Brasiliens ist Maria laut einer neuen Umfrage die beliebteste Heilige. Derweil nimmt den Zahlen zufolge der Anteil der Brasilianer, die christliche Figuren wie Maria verehren, insgesamt ab. So sank der Anteil von 49 Prozent vor zehn Jahren auf nun 38 Prozent. Laut den Ergebnissen bezeichneten sich 62 Prozent der Befragten als katholisch. 2007 waren dies noch 68 Prozent.

Messen und Feierlichkeiten

Landesweit wurden am Donnerstag zu Ehren der brasilianischen Nationalheiligen Messen und Feierlichkeiten abgehalten. In Rio de Janeiro begann der Feiertag mit einer Messe zu Füßen der Christus-Statue auf dem Corcovado-Berg hoch über der Stadt. In der Nacht zuvor war die weltberühmte Figur in den Landesfarben Grün-Gelb beleuchtet worden. Die Statue war am 12. Oktober 1931, also vor genau 86 Jahren, eingeweiht worden. An den Stränden der Stadt gab es derweil Samba-Shows zu Ehren Marias.

Begegnung zwischen Glauben und Volkskultur

Die Erzdiözese von Rio wolle damit eine Begegnung zwischen Glauben und Volkskultur anregen, so der Verwaltungsdirektor des Christus-Erlöser-Heiligtums, Omar Raposo. "Dieses Treffen bringt positive Effekte beim Kampf gegen Intoleranz und zeigt uns, dass wir im Namen der Liebe die zukünftigen Schwierigkeiten überwinden können."

Damit bezieht die Kirche Stellung gegen Angriffe auf Vertreter afro-brasilianischer Religionen. Besonders in den Armenvierteln der Stadt werden sie von Drogenbanden bedroht, die sich selbst als Botschafter Jesu bezeichnen. Zudem hatte Bürgermeister Marcelo Crivella, ein evangelikaler Prediger, bewusst jegliche kulturellen Veranstaltungen mit afrikanischen Wurzeln vermieden. So blieb er dem traditionellen Carnaval fern.

(KNA)

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