Altstadt von Jerusalem mit Tempelberg
Altstadt von Jerusalem mit Tempelberg
Patriarch Theophilos III.
Patriarch Theophilos III.

13.08.2017

Patriarch wehrt sich gegen Immobilienverkauf in Jerusalem "Genug ist genug"

Der griechisch-orthodoxe Patriarch Theophilos III. setzt sich gegen den geplanten Verkauf von Kirchenimmobilien in der Jerusalemer Altstadt an israelische Siedler zur Wehr und wehrt sich gegen einen Gerichtsbescheid.

Bei einer Pressekonferenz in Amman wies er am Sonntag mit Nachdruck die Entscheidung des Jerusalemer Bezirksgerichts zurück, das vor 14 Tagen einen dubiosen Deal aus dem Jahr 2004 zwischen einem damaligen Patriarchatsangestellten und einer jüdischen Vereinigung als rechtens bezeichnete. Dieser Gerichtsentscheid habe die "klaren und konkreten Einwände des Patriarchats" gegen Bestechung und Betrug ignoriert. Das Urteil sei ungerecht und "politisch motiviert", so Theophilos III. laut jordanischen Medien.

Die Kirche hatte den damaligen Kaufvertrag, wegen dem Patriarch Irinaios I. 2005 zurücktreten musste, gerichtlich angefochten. Der Kauf sei ohne Genehmigung der Kirchenleitung und durch Korruption zustande gekommen; zudem sei der Preis viel zu niedrig gewesen, so die Argumentation. Die beiden Hotels "Imperial" und "Petra" unmittelbar am Jaffa-Tor waren von dem unmittelbar danach ins Ausland geflohenen Angestellten zu einem Spottpreis an die jüdische Ateret-Cohanim-Vereinigung verkauft worden.

Pflicht und Verantwortung

"Wir sind jetzt in der Pflicht und Verantwortung, unser Schweigen zu brechen und zu sagen: Genug ist genug", so Patriarch Theophilos III. in Amman. Er habe sich zu einer so ungewöhnlichen Maßnahme wie einer Pressekonferenz entschieden, um "öffentlich und klar das ungerechte Urteil zurückzuweisen". Das Jerusalemer Bezirksgericht hatte Anfang August erklärt, der damalige Kauf sei nicht durch Betrug oder Bestechung zustande gekommen. Das Patriarchat kündigte umgehend an, in Revision zu gehen.

Der griechisch-orthodoxe Patriarch wandte sich gleichzeitig gegen einen Gesetzesvorschlag, den 40 Knesset-Abgeordnete vor zwei Wochen unterzeichnet hatten und mit dem die Rechte der Kirchen bei Landbesitz- und Immobilienangelegenheiten eingeschränkt werden sollten. Er rief in Amman Kirchenführer und die internationale Gemeinschaft auf, in diesem Vorgang für Gerechtigkeit und Freiheit einzutreten. "Wir können keine Politik tolerieren, die die Christen zwingt, Jerusalem und das Heilige Land zu verlassen", sagte Patriarchatssprecher Christoforos Atallah. Dahinter stecke das Ziel, die Demografie Jerusalems zu verändern und eine Judaisierung der Stadt voranzubringen.

(KNA)

Das DOMRADIO.DE WM-Tippspiel

Die WM ist vorbei. Frankreich ist Weltmeister. Schwester Katharina freut sich über 2.500 Euro Erlös für das Kinderheim in Olpe.

Der gute Draht nach oben!

Tageskalender

Radioprogramm

  • Tageskalender
  • 17.07.
06:00 - 06:30 Uhr

DOMRADIO Morgenimpuls

06:30 - 10:00 Uhr

DOMRADIO Der Morgen

10:00 - 15:00 Uhr

DOMRADIO Der Tag

10:00 - 15:00 Uhr

DOMRADIO Der Tag

15:00 - 19:00 Uhr

DOMRADIO Der Tag

15:00 - 19:00 Uhr

DOMRADIO Der Tag

19:00 - 22:00 Uhr

DOMRADIO Der Abend

22:00 - 22:30 Uhr

DOMRADIO Nachtgebet

Heutiges Evangelium:
In dieser Woche zu Gast:
In dieser Woche zu Gast:

Wochenkommentar

Der DOMRADIO.DE Chefredakteur blickt auf die Woche.

Programmtipps

  • Matthäusevangelium
    17.07.2018 07:50
    Evangelium

    Mt 11,20–24

  • Matthäusevangelium
    18.07.2018 07:50
    Evangelium

    Mt 11,25–27

  • Hermann der Lahme
    18.07.2018 09:20
    Anno Domini

    Hermann der Lahme

Kostenlose Radio-App für iPhone und Android

Nehmen Sie Ihr DOMRADIO.DE mit wohin Sie wollen und wann immer Sie Lust haben. Funktionen: Nachrichten, Podcasts, Mediathek, Wecker, Sleep-Timer, Bluetooth, Chromecast, AirPlay, CarPlay, Android Wear…

Empfangsanleitung zum Ausdrucken

Wort des Bischofs

Der geistliche Impuls von Kardinal Woelki. Jeden Sonntag ab 8 Uhr!

Gemeinsam für das Mehr im Menschen

Berufungspastoral im Erzbistum Köln: Dein Platz in Kirche und Welt.

Das ganze Leben

Hilfsangebote der Kirche im Erzbistum Köln.

Der tägliche Impuls von Weihbischof Puff

Weihbischof Schwaderlapp beantwortet Glaubensfragen