Alltag in Florida
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Katholische Kirche Saint Jude in Florida
Katholische Kirche Saint Jude in Florida
Frau im Gebet
Frau im Gebet

13.07.2017

Urlaub zwischen Palmen und Gott Florida im Zeichen Jesu

Die Mädchen pilgern zu Anna und Elsa. Der Weltraumbahnhof bringt die Männer dem Himmel näher. Doch zwischen Disney World, Spaceshuttler und Tauchparadies finden sich auch christliche Attraktionen im US-Staat Florida.

Der Highway-Lärm bleibt draußen, die Micky-Mouse-Ohren verschwinden im Rucksack. Die Ruhe in der "Queen of the Universe" in Orlando ist wohltuend. Die Kirchenwände blocken die Hitze und die Magnificat-Fenster dimmen das gleißende Licht, das im "Sunshine-State" Florida eigentlich immer herrscht. Die "Königin des Universums" ist einer der größten katholischen Kirchenbauten am südlichen Zipfel Amerikas. Hier wird die Verknüpfung von religiöser Einkehr und Event-Kultur mit "Kirchen-Touch" besonders deutlich.

Eine Kirche musste her

Als 1971 der erste Walt-Disney-World-Vergnügungspark in Orlando eröffnete und Millionen Menschen die sonst eher verwaiste Region im nördlichen Florida besuchten, hatte die örtliche Kirchengemeinde plötzlich ein Problem: Viele gläubige Gäste wollten sonntags einen Gottesdienst besuchen. Zunächst wurden Messen in Hotels abgehalten.

Dann ein Stück Land gekauft, ein erster Kirchenbau konstruiert und erweitert - bis 1993 ein neues Gotteshaus unter dem offiziellen Namen "National Shrine of Mary, Queen of the Universe" eingeweiht wurde. Der Bau stellt 2.000 Sitzplätze bereit.

Während in der Basilika, die seit 2009 auch den vatikanischen Ehrentitel "Basilica minor" trägt, die Gottesmutter Maria angebetet wird, werden und im nahe gelegenen Mega-Spaßpark rund um das Cinderella-Schloss Märchenfiguren und Comic-Helden verehrt. Aber so ganz ohne Religions-Bezüge kommt auch Disney World nicht aus. Im Themenpark Epcot - eine wahrlich sinnvolle Abkürzung für "Experimental Prototype Community Of Tomorrow" (zu deutsch: Experimentelle Prototyp-Gemeinschaft von Morgen) - widmet sich die Attraktion "Spaceship Earth" der Weltgeschichte der Kommunikation.

Wie Zeitreisende durchfahren die Besucher dabei die Historie von den Ursprüngen der Höhlenmalerei bis hin zu digitalen Errungenschaften.

So gondelt man am Künstler Michelangelo vorbei, der auf einem Gerüst liegend gerade die Schöpfungsszene an die Decke der Sixtinischen Kapelle pinselt. Auch Gutenbergs Buchdruck samt Bibelvervielfältigung ist mit lebensgroßen Figuren dargestellt.

Christlicher Themenpark

Wesentlich kleiner, aber dafür mit klarem Schwerpunkt auf Religion, lädt "The Holy Land Experience" zu einer speziellen Entdeckungstour ein. Dieser eigenständige christliche Themenpark wurde 2001 vom baptistischen Pastor Marvin Rosenthal im Vergnügungsgürtel um Orlando gegründet. Achterbahnen gibt es hier nicht; die Höhle von Qumran, der sechsstöckige Nachbau des Tempels von Jerusalem und natürlich das Grab Jesu sollen das Bibelabenteuer entfachen. Mehrmals am Tag werden Musicalversionen der christlichen Ereignisse geboten - Kreuzigung inklusive. Für interessierte Touristen: Sonntags ist geschlossen.

Immer zugänglich, aber dafür nicht einfach zu erreichen ist der "Christus der Abgründe". Seit 1965 ist die fast drei Meter große Bronzestatue eine Tauchattraktion vor den Keys an der Südspitze Floridas. Im "John Pennekamp Coral Reef State"-Park streckt die Jesusfigur ihre Arme in rund acht Metern Tiefe gen Wasseroberfläche.

Hochzeit unter Wasser

Am "Christ of the Abyss" können Hochzeitspaare abtauchen und sich standesamtlich trauen lassen. Wer nicht ganz so weit gehen will, der hat bei einer Schnorcheltour die Möglichkeit, das Werk des italienischen Künstlers Guido Galetti und die faszinierende Unterwasserwelt mit farbenfrohen Fischen zu entdecken.

Der Blick in unbekannte Welten kann in Florida auch in die entgegengesetzte Richtung gehen: Im Kennedy Space Center steht der Weltraum im Fokus. Ein echtes Space-Shuttle, eine Saturnrakete und Touren zu den Abschussrampen des Nasa-Weltraumbahnhofs bringen Touristen den Entdeckerdrang der Amerikaner nahe. Aber auch für Tragödien in der US-Raumfahrt wurde im Besucherzentrum am Cape Canaveral Raum geschaffen: 24 Helden, die "ihr Leben auf der Suche nach dem Wissen jenseits der Erde" gelassen haben, sind auf Tafeln an einem Denkmal verewigt. Den 14 Opfern der Raumfähren-Katastrophen 1986 (Challenger) und 2003 (Columbia) wird zusätzlich in einer gesonderten Ausstellung gedacht.

Mit Blick auf das Space Center passt der Name der rund eine Autostunde entfernt gelegenen "Queen of the Universe" gleich doppelt.

Rainer Nolte
(KNA)

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