Patriarch Bartholomaios I. kommt nach Deutschland

Hoher Besuch in Berlin

Patriarch Bartholomaios I. (77), Ehrenoberhaupt aller orthodoxen Christen, besucht in dieser Woche mehrere Städte in Deutschland, darunter Tübingen und Berlin. Mit im Gepäck hat er ein wichtiges Thema, über das er diskutieren möchte.

Bartholomaios I. während eines Interviews / © Sean Hawkey (KNA)
Bartholomaios I. während eines Interviews / © Sean Hawkey ( KNA )

Patriarch Bartholomaios I. wurde vom Ratsvorsitzenden der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD), Heinrich Bedford-Strohm, und der CDU-nahe Konrad-Adenauer-Stiftung eingeladen. Im Zuge der fünftägigen Reise erhält Bartholomaios I. die Ehrendoktorwürde der Uni Tübingen und nimmt dort an einer Tagung teil. In Berlin ist am Donnerstag eine Begegnung mit Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier geplant. Pläne zur Teilnahme des griechisch-orthodoxen Patriarchen von Konstantinopel am Kirchentag hatten sich zeitlich nicht umsetzen lassen.

Nach Stuttgart kommt Bartholomaios I. am Montag. Dort sind eine Begegnung mit Ministerpräsident Winfried Kretschmann (Grüne) und ein ökumenischer Gottesdienst in der evangelischen Stiftskirche geplant. Am Dienstag erhält der Patriarch die Ehrendoktorwürde. Damit soll sein Engagement für den Dialog der Religionen sowie für Umweltschutz, Frieden und Freiheit gewürdigt werden. Der Patriarch will nach der Verleihung über das Thema "Treue und Offenheit" sprechen.

Tagung zu Freiheit aus christlicher Sicht

Ebenfalls am Dienstag sowie am Mittwoch findet die wissenschaftliche Tagung statt. Dabei geht es um Freiheit aus christlicher Sicht. Die Veranstaltung will unter dem Arbeitstitel "Tübingen zwei" an die ersten Kontakte zwischen den Kirchen der Reformation und der orthodoxen Kirche erinnern, die die Tübinger Theologen Martin Crusius und Jakob Andreae 1573 durch ihren Briefwechsel mit dem Ökumenischen Patriarchen Jeremias II. aufgenommen hatten.

Am Mittwoch fliegt Bartholomaios I. nach Berlin, wo er am Donnerstag auf Einladung der Adenauer-Stiftung über Menschenrechte und Orthodoxie sprechen will. Am Freitag kehrt er nach Istanbul zurück.


Quelle:
KNA