Trauer im kolumbianischen Mocoa
Trauer im kolumbianischen Mocoa

04.04.2017

Kolumbiens Kirche schickt Seelsorger in Unglücksstadt Mocoa Hilfe nach Überschwemmungen

Die katholische Kirche in Kolumbien hat nach dem verheerenden Unglück in Mocoa Notfallseelsorger in die Unglücksprovinz Putumayo entsandt. Unterdessen kritisiert Caritas International das Handeln der kolumbianischen Regierung um Präsident Santos.

Der Vorsitzende der kolumbianischen Bischofskonferenz, Erzbischof Luis Augusto Castro Quiroga, sagte dem Sender Caracol, dass für derartige Katastrophen Seelsorger bereitstünden, um den Angehörigen und Betroffenen zu helfen. Die Helfer seien bereits nach Mocoa gereist. Zugleich kündigte Castro an, dass aus einem Katastrophenfonds Mittel für die betroffenen Menschen bereitgestellt werden.

Infolge heftiger Regenfälle war es in der Nacht zum Samstag in der Region nahe der ecuadorianischen Grenze zu heftigen Überschwemmungen gekommen. Dabei wurden zahlreiche Häuser durch Schlammlawinen weggerissen. Insgesamt bargen die Rettungskräfte bislang mehr als 260 Tote, weitere Menschen gelten als vermisst. Kolumbiens Präsident Juan Manuel Santos leitet vor Ort den Einsatz der Hilfskräfte.

Caritas International kritisiert Präsident Santos

Die deutsche Hilfsorganisation Caritas International beklagte unterdessen große Probleme bei der Identifizierung der Todesopfer und eine zögerliche Verteilung von Lebensmitteln. "Präsident Santos hat wohl zu früh und mit wenig Empathie für die betroffene Bevölkerung schon einen Wiederaufbau angekündigt, während noch nicht mal die Leichen identifiziert sind", sagte der Caritas-Koordinator vor Ort, Friedrich Kircher, am Dienstagmorgen im SWR.

"Es gibt kein Leichenschauhaus, keine Kühlung, die Leichname sind schon alle in fortgeschrittener Verwesung und die Identifizierung geht sehr langsam voran", erläuterte er. "Bis heute wurden von den inzwischen 274 Toten 100 an die Angehörigen übergeben." Hunderte Menschen sammelten sich vor dem Friedhof und wollten wissen, wann sie die Leichen ihrer Angehörigen bekommen.

Für die Überlebenden gäbe es inzwischen fünf Notunterkünfte, sagte Kircher: "Insgesamt sind 2.700 Menschen in Notunterkünften. Zu Beginn war alles sehr improvisiert." Die Regierung habe mit Militärmaschinen circa tausend Nahrungsmittelpakete hereingebracht. Das Problem sei dabei die Verteilung der Regierungshilfe: "Bis heute hat die Verteilung nicht begonnen." Kirchliche Hilfe verlaufe dagegen weit unbürokratischer.

(KNA)

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