Seinen Glauben in Freiheit leben – für viele ein nicht selbstverständliches Recht
Opfer der Polizeigewalt in Manila
Logo Amnesty International
Logo Amnesty International

31.01.2017

Kritik von Amnesty International Philippinens Polizei begeht Tausende Morde im "Drogenkrieg"

Polizisten und Todesschwadronen haben laut Menschenrechtlern im Auftrag der philippinischen Regierung Tausende Menschen getötet.

Die Morde im sogenannten "Krieg gegen den Drogenhandel" kämen Verbrechen gegen die Menschlichkeit gleich, heiß es in einem Bericht von Amnesty International. Seit dem Amtsantritt von Präsident Rodrigo Duterte im Juni habe es mehr als 7.000 drogenbezogene Ermordungen gegeben, davon mindestens 2.500 durch Polizeibeamte.

Der Polizeichef des Landes hatte am Montag angekündigt, den "Krieg gegen die Drogen" auszusetzen, bis Korruption und Willkür in den eigenen Reihen beseitigt seien. Amnesty bezweifelte die Wirkung der Ankündigung. Auch wenn die Anti-Drogen-Operationen unterbrochen würden, gebe es wenig Hoffnung, dass damit die außergerichtlichen Hinrichtungen aufhörten, denen mehr als 1.000 Menschen pro Monat zum Opfer gefallen seien, erklärte die Direktorin der Menschenrechtsorganisation für die Reaktion auf Krisen, Tirana Hassan.

Korruption in der Polizei

Opfer seien vor allem mittel- und wehrlose Menschen, die angeblich Drogen konsumierten oder verkauften. "Das ist kein Krieg gegen die Drogen, sondern gegen die Armen", sagte Hassan. Es würden systematisch Beweise erfunden, Kopfgeld kassiert, bezahlte Killer angeheuert und Polizeiberichte gefälscht. Die Korruption in der Polizei sei weit verbreitet, die endgültige Verantwortung trage jedoch die Regierung. Sollte das Land nicht in der Lage sein, diese Verbrechen aufzuklären, müsse der Internationale Strafgerichtshof eingeschaltet werden.

Amnesty untersuchte für den Bericht 59 Morde. Auftragskiller hätten berichtet, von Polizeibeamten 5.000 philippinische Pesos (knapp 94 Euros) für jeden getöteten mutmaßlichen Drogenabhängigen erhalten zu haben, schrieben die Autoren. Für getötete angebliche Dealer habe es bis zu 15.000 Pesos gegeben.

(epd)

Die neue App von DOMRADIO.DE

Im Video: Täglicher Gottesdienst

Sehen Sie hier den täglichen Gottesdienst aus dem Kölner Dom. An Werktagen ab 9 Uhr, an Sonn- und Feiertagen ab 12 Uhr in der Mediathek.

Schabbat Shalom: 1700 Jahre jüdisches Leben in Deutschland – der Podcast

Jeden Freitag nehmen uns junge Jüd:innen in diesem Podcast mit in die Welt des Judentums. 

Tageskalender

Radioprogramm

 07.05.2021
06:30 - 10:00 Uhr

DOMRADIO - Der Morgen

  • Würzburger Dom aus Lego
  • ZdK zu Meinungsfreiheit in der Kirche
10:00 - 15:00 Uhr

DOMRADIO Der Tag

  • Zum 100. Geburtstag von Sophie Scholl: Lesen ist Freiheit
  • 34 neue Schweizer Gardisten vereidigt
  • Gesetzentwurf zur Ablösung von Staatsleistungen gescheitert
10:00 - 15:00 Uhr

DOMRADIO Der Tag

  • Zum 100. Geburtstag von Sophie Scholl: Lesen ist Freiheit
  • 34 neue Schweizer Gardisten vereidigt
  • Gesetzentwurf zur Ablösung von Staatsleistungen gescheitert
15:00 - 19:00 Uhr

DOMRADIO Der Nachmittag

15:00 - 19:00 Uhr

DOMRADIO Der Nachmittag

19:00 - 22:00 Uhr

DOMRADIO Der Abend

22:00 - 22:30 Uhr

DOMRADIO Nachtgebet

Himmelklar Podcast

Wort des Bischofs

Der geistliche Impuls von Kardinal Woelki. Jeden Sonntag neu.

Wochenkommentar

Der DOMRADIO.DE Chefredakteur blickt auf die Woche.

Kostenlose Radio-App für iPhone und Android

Nehmen Sie Ihr DOMRADIO.DE mit wohin Sie wollen und wann immer Sie Lust haben. Funktionen: Nachrichten, Podcasts, Mediathek, Wecker, Sleep-Timer, Bluetooth, Chromecast, AirPlay, CarPlay, Android Wear…

Die ganze Bibel im Ohr! Jetzt spenden!