Zerstörung in Aleppo
Zerstörung in Aleppo

17.11.2016

Franziskanerpater zur Situation in Aleppo "Von der Welt verlassen"

Die Lage im syrischen Aleppo wird für die Bewohner immer unerträglicher. "Sie sind völlig am Boden zerstört und können eine weitere Zeit des Tötens unschuldiger Menschen einfach nicht mehr ertragen", sagte Franziskanerpater Firas Lufti.

Lufti ist als Projektpartner des Hilfswerks Misereor in Aleppo tätig. Die Bevölkerung fühle sich zerrieben zwischen den Interessen der Großmächte und "verlassen von der Welt", sagte der Pater am Donnerstag der Katholischen Nachrichten-Agentur.

"Fast seit sechs Jahren gibt es hier fortwährenden Horror, Opfer, getötete unschuldige Kinder und Frauen", betonte er. "Die Situation bleibt schrecklich. Der Winter hier ist ohnehin sehr hart."

Kein Interesse an Kriegsende?

Es gebe zwar Hoffnung auf ein Ende des Krieges. "Aber wir wissen nicht, wie das kommen soll. Niemand hat offenbar ein wirkliches Interesse daran, diesen Krieg zu beenden." Eine Lösung könne voraussichtlich nur von der internationalen Gemeinschaft kommen, nicht von den Mächten innerhalb Syriens. Insbesondere das Vorgehen Russlands setze die Menschen immer größerer Gefahr aus. 

Derzeit seien noch vier Franziskanermönche in Aleppo tätig, in Syrien seien es insgesamt 14, sagte Pater Lufti. "Unsere Mission besteht darin, zu bleiben, nicht darin wegzugehen", so der Geistliche.

Kinderkrankenhaus bei Luftangriffen getroffen

Bei Luftangriffen auf Aleppo ist am Mittwoch auch ein von den Maltesern unterstütztes Kinderkrankenhaus getroffen worden. Die Hilfsorganisation berichtete, dass der medizinische Betrieb wieder aufgenommen wurde, nachdem Personal und Patienten des Krankenhauses zuvor stundenlang eingeschlossen waren.

Nach Angaben der Malteser werden die Patienten seit Wochen nur noch im Keller des Gebäudes versorgt; mehr Sicherheit vor den dauernden Luftangriffen sei nicht möglich. "Unsere Partner haben jegliche Hoffnung auf Frieden verloren. Die Arbeit der Ärzte und Schwestern im Krankenhaus ist eines der wenigen verbleibenden Zeichen der Barmherzigkeit und Menschlichkeit", sagte Janine Lietmeyer, Malteser-Länderkoordinatorin für Syrien und die Türkei.

Das Kinderkrankenhaus ist laut den Maltesern medizinischer Anlaufpunkt für 90.000 Kinder in Aleppo.

(KNA)

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