Ein Besuchspunkt: Grabeskirche in Jerusalem
Grabeskirche in Jerusalem

22.02.2016

Eine Mauer soll die Lösung bringen Rechtsstreit um Keller bei Grabeskirche beigelegt

20 Jahre lang haben sich christliche Mönche und ein muslimischer Händler um einen Keller an der Grabeskirche in der Altstadt von Jerusalem gestritten, mit internationalen Folgen. Jetzt ist der Streit per Schichtungsverfahren beigelegt worden.

Wie die Zeitung "Haaretz" berichtet, legte der Oberste Gerichtshof von Israel nun fest, dass in dem Keller eine Mauer gebaut wird, die genau der oberirdischen Grenze zwischen dem Kirchengrundstück und dem Laden folgt. Dieser Entscheidung vorausgegangen waren jahrelange Rechtsverfahren an drei Gerichten und internationale Verwicklungen.

Der Konflikt begann 1996, als ein muslimischer Händler Stimmen aus dem Kellergeschoss hörte und auf koptische Mönche stieß, die den Besitz des Kellers für sich beanspruchten. In den folgenden Auseinandersetzungen wurde einer der Mönche getötet. Der Ladenbesitzer wurde daraufhin auf Anweisung von Palästinenserführer Jassir Arafat festgesetzt, um ihn dazu zu bringen, den Keller den Kopten zu überlassen.

Kopten: Keller ist Heilige Stätte

Die koptische Kirche erklärte, bei dem Keller handele es sich um einen integralen Teil der Grabeskirche und damit um eine Heilige Stätte; der Rechtsstreit falle also nicht in die Zuständigkeit der israelischen Gerichte. Das Büro von Ministerpräsident Benjamin Netanjahu lehnte jedoch eine Anerkennung des Raums als Heilige Stätte ab.

Die israelischen Richter befanden, dass trotz historischer Dokumente, die bis in die Zeit Saladins zurückreichen, die Besitzrechte nicht eindeutig geklärt werden könnten. Der Fall wurde zur Schlichtung an Richterin Ayala Procaccia an das Oberste Gericht verwiesen. Procaccia wies an, den Raum mittels einer Mauer zu teilen, und untersagte den koptischen Christen, den umstrittenen Bereich weiter zu betreten.

(KNA)

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