Archivbild: Jugendliche errichten das Weltjugendtagskreuz 2016 in Krakau
Archivbild: Jugendliche errichten das Weltjugendtagskreuz 2016 in Krakau

22.11.2020

Weltjugendtagskreuz an Portugal übergeben Von Panama nach Lissabon

Im Petersdom wurde das Weltjugendtagskreuz im Rahmen der Papstmesse an Vertreter aus Portugal überreicht. Papst Franziskus rief in seiner Predigt junge Menschen dazu auf, ihre großen Träume nicht aufzugeben.

Eine Delegation aus Panama, wo 2019 der letzte Weltjugendtag stattfand, reichte das schlichte Holzkreuz sowie eine Marien-Ikone an Vertreter aus Portugal weiter. 2023 richtet Lissabon das üblicherweise alle drei Jahre organisierte internationale Großtreffen junger Katholiken aus. Wegen der Corona-Pandemie hatte der Vatikan den Zeitplan um ein Jahr verschoben.

Verlegung der diözesanen Jugendtage

Die zwischen den Welttreffen stattfindenden diözesanen Jugendtage sollen vom kommenden Jahr an jeweils am Christkönigsonntag statt wie bisher an Palmsonntag abgehalten werden. Das teilte Papst Franziskus mit. Die Verlegung vom Sonntag vor Ostern auf den Sonntag vor der Adventszeit habe er nach Anhörung zuständiger kirchlicher Stellen getroffen. Im Zentrum bleibe "das Geheimnis Jesu Christi als Erlöser des Menschen". An die Jugendlichen gewandt, sagte der Papst: "Schreit mit eurem Leben heraus, dass Christus lebt und herrscht! Wenn ihr schweigt, werden die Steine schreien."

Ursprünglich sollte die Übergabe des Weltjugendtagskreuzes vergangenen Palmsonntag auf dem Petersplatz stattfinden, wurde pandemiebedingt aber auf das Christkönigsfest an diesem Sonntag verlegt. Neben dem Holzkreuz begleitet eine Kopie der Ikone "Salus Populi Romani" aus der römischen Basilika Santa Maria Maggiore die Veranstaltungen. An der Messe im Petersdom nahmen rund 100 Gäste teil, darunter diplomatische Vertreter der beiden Gastgeberländer.

Papst: Werke der Barmherzigkeit wichtig

In seiner Predigt rief Franziskus die jungen Menschen auf, nicht ihre großen Träume aufzugeben. Gott wolle, dass sie "froh und kühn nach hohen Zielen streben". Der Papst weiter: "Er hat uns die Fähigkeit zu träumen gegeben, damit wir uns für die Schönheit des Lebens entscheiden." Wer nicht nach Lebenszielen frage, laufe Gefahr, jahrelang an sich selbst zu denken, "ohne wirklich anzufangen zu lieben".

Der richtige Weg seien die Werke der Barmherzigkeit, sagte der Papst. Beim Urteil über den einzelnen stütze sich Gott auf dessen Lebensentscheidungen. "Ob wir gut oder schlecht sind, hängt von uns ab. Er zieht nur die Konsequenzen aus unseren Entscheidungen, er bringt sie ans Licht und respektiert sie", sagte Franziskus.

(KNA)

Der Panama-Blog

Tägliche Eindrücke aus Panama gibt der Social Media-Redakteur André Grosser vom Newsdesk im Erzbistum Köln. Er begleitet die WJT- Reisegruppe des Erzbistums.