Jugendliche mit einem Banner mit der Aufschrift "Bienvenido a Panama, Papa Francisco"
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23.01.2019

Insgesamt weniger Gäste als erwartet Papst Franziskus reist nach Panama

Papst Franziskus bricht an diesem Mittwoch zum katholischen Weltjugendtag nach Panama-Stadt auf. Bis zum Sonntag nimmt das Kirchenoberhaupt an den Hauptveranstaltungen des internationalen Jugendtreffens teil.

Auf dem Programm stehen neben einer Willkommensfeier an der Küstenpromenade und einem Kreuzweg auch Besuche in einer Jugendstrafanstalt und einem Aids-Zentrum. Den Höhepunkt und Abschluss bilden eine Feier unter freiem Himmel am Samstagabend und eine Messe am Sonntag.

Mit bislang rund 150.000 angemeldeten Gästen liegt die Teilnehmerzahl unter den ursprünglichen Erwartungen. Als Gründe werden die Entfernung von Europa, aber auch die Sicherheitslage in Zentralamerika genannt. Der üblicherweise alle zwei bis drei Jahre ausgetragene Weltjugendtag findet nach Buenos Aires (1987) und Rio de Janeiro (2013) zum dritten Mal in Lateinamerika statt.

Etwa zwei Drittel kommen aus dem Ausland

Wie das Organisationskommitee mitteilte, hätten sich davon rund 100.000 Pilger aus 156 Ländern eingeschrieben. Den größten Anteil der Pilger stellen Kolumbien, Brasilien, Costa Rica, Mexiko und Polen, hieß es weiter. Insgesamt haben sich 2.500 Journalisten für das Glaubenstreffen akkreditieren lassen. Zur Schlussveranstaltung rechnen die Organisatoren mit bis zu 700.000 Besuchern. 

Etwa 20.000 nationale und 2.445 internationale Freiwillige sorgen demnach für einen reibungslosen Ablauf der Großveranstaltung. Insgesamt werden dort 480 Bischöfe erwartet.

13 Stunden Flug

Am späten Mittwochabend mitteleuropäischer Zeit wird Franziskus nach rund 13-stündigem Flug von Panamas Präsident Juan Carlos Varela auf dem internationalen Flughafen Tocumen willkommen geheißen. Die offizielle Begrüßung findet am Donnerstagmorgen (Ortszeit) im Präsidentenpalast Las Garzas in der historischen Altstadt Panamas statt. Danach wird Franziskus eine Rede vor Politikern und Diplomaten halten und anschließend mit den Bischöfen Zentralamerikas zusammentreffen.

Es wird erwartet, dass er dabei auch auf Zukunftschancen der Jugend in der von Unsicherheit und sozialer Ungleichheit geprägten Region eingeht. Während seines Aufenthaltes dort residiert Papst Franziskus in der Vatikanbotschaft. Der weitläufige Komplex wurde jüngst vom Staat für nach Medienberichten knapp neun Millionen US-Dollar errichtet.

Pilger aus Nicaragua bitten Papst Franziskus um Unterstützung

Pilger aus Nicaragua wollen den Papst in Panama um Hilfe bitten. Sie wollen dem Papst nach dessen Ankunft beim Weltjugendtag in Panama einen Brief übergeben, in dem sie ihn um Unterstützung für ihre Vorschläge zur Lösung der schweren innenpolitischen Krise bitten wollen. In dem vorab veröffentlichen Schreiben, das der Tageszeitung "La Estrella" vorliegt, fordern die Unterzeichner von der katholischen Kirche, ihre Stimme gegen die Repression, Verfolgung und Kriminalisierung des nicaraguanischen Volkes zu erheben.

Ferner dringen die Pilger auf die Freilassung von 740 politischen Gefangenen. Die sandinistische Regierung von Präsident Daniel Ortega fordern sie auf, die Bedingungen für einen Dialog unter Vermittlung der Bischöfe zu schaffen. Zugleich müsse in Nicaragua die Gerechtigkeit wieder hergestellt werden. Das Schreiben endet mit den Worten: "Heiliger Vater, wir vertrauen in Ihre Weisheit in diesen komplexen Zeit, die unser Volk erlebt." Unterschrieben wurde es voneiner Gruppe mit dem Namen "Nationale Einheit Blau und Weiß".

Nicaragua in der Krise

Nicaragua erlebt seit April 2018 eine Krise mit landesweiten Protesten gegen die Regierung von Präsident Ortega. Seit Beginn kamen rund 500 Menschen ums Leben, Tausende wurden verletzt.

Nicaraguas Kirche kritisierte die Menschenrechtsverletzungen der Regierung scharf. Managuas Weihbischof Silvio Baez, der zu einer Symbolfigur der Proteste wurde, ist am Dienstag in Panama eingetroffen.

(KNA, DR)

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Aus Panama berichten Ina Rottscheidt und Kathi Geiger.

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Der Panama-Blog

Tägliche Eindrücke aus Panama gibt der Social Media-Redakteur André Grosser vom Newsdesk im Erzbistum Köln. Er begleitet die WJT- Reisegruppe des Erzbistums.