Klare Ziele vor Augen: Auf dem Weltjugendtag in Panama zeigte sich eine sehr engagierte Jugend
Vorfreudiger Blick auf den beginnenden Weltjugendtag
Auftakt-Pressekonferenz mit Jugendbischof Oster
Auftakt-Pressekonferenz mit Jugendbischof Oster
Auftakt-Pressekonferenz zum Weltjugendtag
Auftakt-Pressekonferenz zum Weltjugendtag

22.01.2019

Der 34. Weltjugendtag in Panama beginnt Ein Glaubensfest der jungen Kirche

In Panama startet der Weltjugendtag. Zu diesem Großevent in Mittelamerika reist auch Papst Franziskus an. Über 2000 Pilger aus Deutschland sind dabei. Prägende Themen sollen Migration, Jugendgewalt und Ökologie sein.

In Panama-Stadt beginnt an diesem Dienstag der Weltjugendtag der katholischen Kirche. Junge Pilger aus aller Welt, darunter 2.300 aus Deutschland, reisen derzeit in die Hauptstadt Panamas, um dort an dem Großtreffen teilzunehmen. Ab Mittwoch wird auch Papst Franziskus vor Ort sein. Aus Deutschland nehmen auch zahlreiche Bischöfe, darunter der Jugendbischof der Deutschen Bischofskonferenz Stefan Oster, teil.

Themenschwerpunkte: Migration, Jugendgewalt und Ökologie

Die Veranstalter rechnen nach Vatikanangaben mit rund 150.000 Teilnehmern. Zu den Hauptereignissen, einem Abendgebet mit Papst Franziskus und der Schlussmesse, erwarte man deutlich mehr Besucher. Das Veranstaltungsgelände in einem Park von Panama-Stadt sei für maximal 700.000 Personen ausgelegt.

Besondere Akzente des Programms sind laut dem Vatikan Besuche des Papstes in einem Jugendgefängnis und in einer Einrichtung für junge Aids-Kranke. Prägende Themen des Großtreffens sollen auch Migration, Jugendgewalt und Ökologie sein.

Jugendbischof Oster: "Kirche geht nicht allein, sie ist Weltkirche"

Rund 600 deutsche Teilnehmer werden während des Weltjugendtags zudem Projekte des Lateinamerika-Hilfswerks Adveniat besuchen. Dazu gehört unter anderem das Aidshilfeprojekt, das auch Papst Franziskus besuchen wird. Adveniat wolle beim Weltjugendtag den Blick auf die soziale Ungleichheit richten; 33 Prozent der Bevölkerung Panamas gelten nach Angaben des Hilfswerks als arm oder extrem arm, in den indigenen Gemeinden rund 96 Prozent.

In den vergangenen Woche hatten bereits zahlreiche Jugendliche und junge Erwachsene an den "Tagen der Begegnung" unter anderem in Costa Rica, San Salvador und Mexiko teilgenommen. Die dort erlebte Gastfreundschaft und das gemeinsame Feiern des Glaubens habe die Weltkirche für die jungen Pilger erlebbar gemacht, heißt es in einer am Montagabend veröffentlichten Mitteilung. "Kirche geht nicht allein, sie ist Weltkirche", betonte Jugendbischof Oster. Dies solle auch bei den zentralen Veranstaltungen des Weltjugendtags mit dem Erzbischof von Panama, Jose Domingo Ulloa Mendieta, und Papst Franziskus deutlich werden.

Der Weltjugendtag findet bis Sonntag (27. Januar) in Panama statt. Er wird von der katholischen Kirche ausgerichtet und geht auf eine Initiative des heiligen Johannes Paul II. (1978-2005) zurück. Im Wechsel werden die Weltjugendtage in kleinerem Rahmen in den Bistümern vor Ort organisiert und alle zwei bis drei Jahre als weltweite Großtreffen. Das letzte Treffen mit Papst Franziskus fand im Juli 2016 im polnischen Krakau statt.

(KNA)

DOMRADIO.DE vor Ort

Aus Panama berichten Ina Rottscheidt und Kathi Geiger.

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Der Panama-Blog

Tägliche Eindrücke aus Panama gibt der Social Media-Redakteur André Grosser vom Newsdesk im Erzbistum Köln. Er begleitet die WJT- Reisegruppe des Erzbistums.