Kölner Betreuer über die Erwartungen an den Weltjugendtag

Glaubenserfahrungen sammeln

Sie stehen quasi in den Startlöchern: Rund 160 Jugendliche aus dem Erzbistum Köln machen sich ab kommender Woche auf den Weg zum Weltjugendtag und den vorher stattfindenden Tagen der Begegnung nach Panama. Was erwartet sie dort alles?

Der XXXII. Weltjugendtag findet in Panama statt / © Alejandro Bolivar (dpa)
Der XXXII. Weltjugendtag findet in Panama statt / © Alejandro Bolivar ( dpa )

DOMRADIO.DE: Wie groß ist denn Ihre Vorfreude?

Volker Andres (Vorsitzender des Bundes der Deutschen katholischen Jugend im Erzbistum Köln und Betreuer beim Weltjugendtag): Die Vorfreude ist groß. Es ist an der einen oder anderen Stelle noch unklar, wie es vor Ort wirklich aussehen wird. Aber wir freuen uns sehr auf die Gastfreundschaft, die uns in Panama erwartet.

DOMRADIO.DE: Ist es denn richtig, dass Ihre Tage der Begegnung am Strand stattfinden?

Andres: Ja. Die Gruppe des Erzbistums Köln ist zweigeteilt. Wir sind komplett in der Diözese David untergebracht. Ein kleiner Teil der Aktivitäten findet am Strand statt und ich darf mit knapp 50 Teilnehmenden die Tage der Begegnung in einer Gemeinde in Puerto Amurelles verbringen.

DOMRADIO.DE: Was werden Sie denn bei den Tagen der Begegnung im Bistum machen?

Andres: Die Partnergemeinde hat uns noch kein Programm zukommen lassen, sodass wir uns überraschen lassen, was passiert. Wir werden natürlich die Menschen vor Ort kennenlernen und auch ein kleines Sozialprojekt besuchen und dort mitarbeiten. Aber sonst ist noch vieles unklar.

DOMRADIO.DE: Am 20. Januar geht es dann mit den Jugendlichen nach Panama-Stadt, wo dann der offizielle Weltjugendtag beginnt und auch der Papst erwartet wird. Worauf freuen Sie sich da am meisten?

Andres: Ich freue mich vor allen Dingen auf die Begegnungen mit vielen jungen Menschen aus anderen Ländern, um dort gemeinsam den Glauben zu leben.

DOMRADIO.DE: Sie sind einer der vielen Begleiter. Insgesamt reisen aus dem Erzbistum Köln 162 Jugendliche mit nach Panama. Haben Sie Respekt vor der Betreuung der Jugendlichen?

Andres: Das wird unter Umständen nicht einfach werden, denn wir haben keine gemeinsame Unterkunft, sondern sind in Gastfamilien untergebracht. Es ist die Aufgabe zu schauen, wo denn alle untergebracht sind, die Jugendlichen zu bestimmten Zeitpunkten zusammenzukriegen und die wichtigen Informationen weiterzutragen.

DOMRADIO.DE: Auch die Jugendlichen untereinander kennen sich nicht unbedingt, oder?

Andres: Es gibt einzelne Gruppen, aber es gibt auch sehr viele einzelne Teilnehmende. Dementsprechend kennen sie sich nicht, obwohl wir im November schon ein Vortreffen hatten, bei dem rund 100 der mitfahrenden Jugendlichen teilgenommen haben, um sich schon ein bisschen kennenzulernen.

DOMRADIO.DE: Was erhoffen Sie sich persönlich von diesem Weltjugendtag? Und was sollten die Jugendlichen im besten Fall mitnehmen?

Andres: Im besten Fall haben sie eine Erfahrung in ihrem Glauben gemacht, die sie auch mit in ihre Gemeinden tragen können. Die Erfahrungen haben wir ja auch nach dem Weltjugendtag 2005 in Köln gemacht, als der Glauben hier vor Ort auch mit belebt wurde.

Das Interview führte Dagmar Peters.

 

Quelle:
DR