Panamahüte - Sonnenschutz für WJT-Besucher
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Weihbischof Rolf Steinhäuser
Weihbischof Rolf Steinhäuser

26.07.2018

In einem halben Jahr lädt Panama zum Weltjugendtag Über 1.000 Gäste aus dem Erzbistum

Die Jugend der Welt pilgert im Januar nach Panama zum Weltjugendtag. Aus dem Erzbistum reisen über 1.000 junge Menschen nach Mittelamerika. Kölns Weihbischof Steinhäuser war nun für Vorplanugen vor Ort.

DOMRADIO.DE: Sie haben in Panama mit den Organisatoren des Weltjugendtages zusammengesessen. Was für ein Eindruck haben Sie da bekommen? Wie ist der Stand der Vorbereitung auf dieses große Jugendtreffen im Januar?

Rolf Steinhäuser (Kölner Weihbischof): Wir haben mit dem Erzbischof von Panama City gesprochen, mit dem Generalsekretär des Weltjugendtages und verschiedenen Verantwortlichen. Die vermittelten uns, dass sie sich sehr auf dieses weltweite Jugendtreffen freuen. Und dass sie sehr zuversichtlich sind, dass sie das organisatorisch über die Runden kriegen.

DOMRADIO.DE: Haben die Weltjugendtagsorganisatoren Ihnen auch vermittelt, welche Themen und Belange ihres Landes am Herzen liegen?

Steinhäuser: Panama ist ja ein recht vergessenes Land, wenn man einmal vom Panama-Kanal absieht. Und auch ein Land in einer sehr unterschiedlichen sozialen und politischen Lage. Die erhoffen sich jetzt natürlich, den Blick der Welt auf ihr Land zu richten und rechnen sich dadurch natürlich auch gewisse Chancen aus. Es ist ja eine enorme logistische Leistung, da 500.000 Junge Menschen unterzubringen, zu verpflegen und für die Verkehrsverbindungen zu sorgen.

Es müssen auch für die Woche der Begegnung vor dem eigentlichen Weltjugendtag Quartiere gefunden werden. Im Nachbarland Nicaragua sollten viele Jugendliche diese Woche verbringen. Das musste nun aber aus der Liste gestrichen werden, da es große politische Spannungen innerhalb des Landes gibt, es ist fast eine Bürgerkriegssituation. Es gibt Tote, es gibt einen massiven Konflikt. Der Staatspräsident wirft der Kirche vor, mit den Terroristen zu sympathisieren und zusammenzuarbeiten. Darum ist Nicaragua jetzt ausgenommen worden und Fluggesellschaften wollen eine Luftbrücke einrichten, damit Jugendliche auch nicht durch dieses unsichere Land reisen müssen.

DOMRADIO.DE: Das klingt ja geradezu abenteuerlich. Vielleicht noch ein Wort zu unseren Kölner Jugendlichen, die sich auf den Weg nach Panama machen?

Steinhäuser: Es gibt ja bei uns eine Gruppe unter Leitung des Diözesan-Jugendseelsorgers und des BDKJ-Präses. Die Gruppe ist größer geworden als wir zuerst gedacht hatten. Wir sind also bisher über 1.100 Junge Leute, die da hinfahren wollen, die sich darauf vorbereiten. Uns wurde versichert, dass für deren Quartiere auch gesorgt ist und dass das ganz gut aussieht. Es ist erstaunlich, dass es so viele geworden sind, weil das ja für unsere Studenten und Schüler im Januar eigentlich keine Reisezeit ist, sondern Studien und Schulzeit.

Das Interview führte Hilde Regeniter.

(DR)

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Tägliche Eindrücke aus Panama gibt der Social Media-Redakteur André Grosser vom Newsdesk im Erzbistum Köln. Er begleitet die WJT- Reisegruppe des Erzbistums.