Bischof Genn mit Jugendlichen in Krakau
Bischof Genn mit Jugendlichen in Krakau
Bischof Genn bei der Kateches in Krakau
Bischof Genn bei der Kateches in Krakau

27.07.2016

Bischof Genn auf dem Weltjugendtag "Barmherzigkeit ist die Lösung all dieser Probleme"

Am Mittwochmorgen haben auch die deutschen Bischöfe in Krakau Katechesen mit den Jugendlichen aus ihrem Bistum abgehalten. domradio.de traf den Münsteraner Bischof Felix Genn und fragte ihn nach der Barmherzigkeit in Zeiten von Terror und Gewalt.

domradio.de: Wir haben das Jahr der Barmherzigkeit. Auch der Weltjugendtag steht im Zeichen der Barmherzigkeit. Aber hat es Barmherzigkeit in Zeiten des Terrors nicht besonders schwer?

Bischof Felix Genn (Bistum Münster): Aber genau die Barmherzigkeit ist die Lösung all dieser Probleme, wie Papst Franziskus ganz richtig sagt. Die Lösung, auf die die Menschheit wartet. Denn welche anderen Mittel gibt es?

domradio.de: Fehlen nicht auch einem Bischof angesichts solcher Gewalttaten in den vergangenen Tage die Worte?

Genn: Ja, mir versagen manchmal die Worte. Ich finde es schlimm, dass  überhaupt so etwas passiert. Trotzdem denke ich, wir müssen uns dieser Wirklichkeit stellen und dürfen uns nicht von der Angst treiben lassen. Denn dass ist genau das, was das Böse will.

domradio.de: Viele fordern nun, man müsste alles Fremde vielmehr als Gefahr sehen.

Genn: Die Sorge habe ich auch, aber ich kann nur gegenhalten: Es ist die Weisung Jesu, hier eben nicht zurückzuweichen, sondern sich der Problematik zu stellen und bei dem Grundsatz zu bleiben: "Ich war fremd und obdachlos und ihr habt mich aufgenommen".

domradio.de: Wie haben Sie die Katechese erlebt? Die Jugendlichen haben ja mutige Fragen gestellt.

Genn: In der Tat. Die Fragen nach den geschiedenen Wiederverheirateten, nach der Ablehnung der Homosexuellen-Ehe als Zeichen der Unbarmherzigkeit der Kirche, wurden gottlob auch gestellt. Das ist immer eine Herausforderung für mich, aber ich glaube, ich habe das in der Präzision, die notwendig war, beantwortet.

domradio.de: Ist das auch eine Folge des Pontifikats von Papst Franziskus, dass wir uns trauen, über alles zu reden?

Genn: Das kann man sagen, aber schon Papst Benedikt XVI. hat sich mit den Fragen der Gegenwart auseinandergesetzt. Er hat auch keine Frage gescheut. Er hat sich den Fragen nur mehr aus Sicht der Lehre als aus der Sicht der Pastoral gestellt.

domradio.de: Wie erleben Sie den Weltjugendtag bislang?

Genn: Ich erlebe ihn als positiv, allerdings auch für mich als älteren Menschen schon als etwas anstrengend. Ich kann nur die Jugendlichen bewundern, mit welcher Freude und Leichtigkeit sie all die Strapazen hinnehmen.

Das Interview führte Johannes Schröer.

(DR)

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