Essensausgabe in Breslau
Essensausgabe in Breslau
Generalvikar Dominik Meiering (3.v.l.) mit einer Gruppe aus Monheim
Generalvikar Dominik Meiering (3.v.l.) mit einer Gruppe aus Monheim

22.07.2016

Generalvikar Meiering erlebt die "Tage der Begegnung" in Polen Viel Herzlichkeit und ganz viel Essen

Der Kölner Generalvikar Dominik Meiering ist mit 550 Jugendlichen aus dem Erzbistum bei den "Tagen der Begegnung" in und um Breslau. Im domradio.de-Interview erzählt er von der polnischen Gastfreundschaft und welche Rolle das Essen dabei spielt.

domradio.de: Herr Generalvikar, wir haben Sie gerade auf einem Foto bei Facebook gesehen. Da wirken Sie sehr fröhlich - das macht Ihnen gerade Spaß, oder?

Generalvikar Dominik Meiering: Na klar! Wenn man sieht, wie unsere 550 Jugendlichen aus dem Erzbistum Köln hier aufgenommen wurden und in den zehn Pfarreien mit den Polen gemeinsam Zeit verbringen - miteinander Gottesdienst feiern, miteinander reden, sich austauschen, miteinander soziale Projekte anschauen. Das ist schon klasse, das mitzuerleben hier. Das ist wirklich ein ganz internationales Fest mit ganz viel jugendlichem Charme.

domradio.de: Den Jugendlichen aus dem Erzbistum Köln geht es also richtig gut...

Generalvikar Meiering: Ja, so gut hat man es selten irgendwo angetroffen. Das muss man sagen. Ich war schon bei vielen Weltjugendtagen dabei, aber die Herzlichkeit, die Aufmerksamkeit, die liebevolle Betreuung, die hier in den Kirchengemeinden und von vielen jugendlichen Helfern übernommen wird, ist schon fantastisch. Wir haben noch dazu tolles Wetter. Es ist nicht so schwül wie in Köln, habe ich mir sagen lassen. Es ist trockenes heißes Wetter. Von daher geht es allen super. 

domradio.de: Sie sind bei den Tagen der Begegnung in Breslau. Wo genau sind Sie da?

Generalvikar Meiering: Wir sind in und um Breslau in einzelnen Orten. Es gibt hier sehr lebendige Kirchengemeinden. Man ist als Deutscher immer ein bisschen verwundert. Das sind Gemeinden, die drei oder vier Kirchen und 5.000 bis 6.000 Mitglieder in der Gemeinde. Dann gibt es da drei Kapläne, einen Pfarrer und noch ein paar Ordensschwestern. Da ist man schon in einer anderen Wirklichkeit, als wir sie in Deutschland kennen.

domradio.de: Heute steht in Polen das Projekt mit dem Titel "Die Werke der Barmherzigkeit" - also das soziale Engagement - im Mittelpunkt. Die Jugendlichen packen bei sozialen Projekten mit an. Was machen die da alle?

Generalvikar Meiering: Das ist ganz unterschiedlich - je nach Gruppe und was die Gemeinden organisiert haben. Die einen gehen mit zur Krankenkommunion, wieder andere gehen zum Singen ins Krankenhaus. Andere nehmen sich Zeit, um sich mit alten Menschen im Altenheim zu unterhalten. Da sind ja auch noch eine ganze Menge deutschstämmiger Menschen, die gut Deutsch sprechen. Und dann gibt es wiederum andere, die eine Wand im Behindertenheim bemalen oder in einer Schule Bäume pflanzen. Jedenfalls passiert das alles immer in Gemeinschaftsarbeit mit den Menschen vor Ort.

domradio.de: Was steht nach der gemeinsamen Arbeit heute sonst noch so auf dem Programm?

Generalvikar Meiering: Am Abend wird an verschiedenen Orten das Essen ausgegeben. Dann ist die Gelegenheit miteinander ins Gespräch zu kommen. Es gibt eine kleine Bühne, wo ein bisschen Barmherzigkeitsfest gefeiert wird. Und dann geht man wieder heim in die Pfarrgemeinden und Familien - und muss essen! Hier wird so viel gegessen, das können Sie sich gar nicht vorstellen! Es gibt immer ein Frühstück und dann noch ein zweites, dann Mittagessen, und dann noch Kuchen und ein erstes und noch ein zweites Abendessen. Wir werden alle ein bisschen überfüttert.

domradio.de: Wir kennen Sie von früher als Stadtjugendseelsorger. Da haben Sie auf den Weltjugendtagen immer mit den Jugendlichen gemeinsam in Turnhallen übernachtet. Bedauern Sie eigentlich, dass Sie das jetzt als Generalvikar nicht mehr machen können und in Hotels übernachten müssen?

Generalvikar Meiering: Ich bin nicht im Hotel. Wir als Wallfahrtsleitung sind in einem Tagungshaus, einem alten Kloster, untergebracht. Das ist ganz gut, weil wir da mitten im Zentrum sind und die zehn Gruppen in den zehn Kirchengemeinden am einfachsten besuchen fahren können. Was ich bedauere, ist, dass ich nicht mehr so mit den  Jugendlichen unterwegs sein kann. Aber die Zeiten ändern sich und die Besuche machen zu können, ist auch etwas Schönes. Ich merke ja auch, wie froh und dankbar die jungen Menschen sind, wenn man sich ein bisschen Zeit für sie nimmt und mit ihnen ins Gespräch kommt und sich darüber austauscht, was sie erleben.

Das Interview führte Heike Sicconi.

(dr)

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