Vorbereitungen auf den Weltjugendtag
Vorbereitungen auf den Weltjugendtag

05.04.2016

Erzbistum Köln: Weltjugendtag ist sehr gut vorbereitet Überzeugende Krakauer Konzepte

Das Erzbistum Köln schickt mit gutem Gewissen junge Pilger zum Weltjugendtag nach Polen. Einen polnischen TV-Bericht, dass es gerade in Krakau zu eng werden könnte, weist Matthias Beiten aus der Kölner Jugendpastoral zurück.

domradio.de: Was sind das für Nachrichten aus Polen - macht Ihnen diese Meldung Sorgen?

Matthias Beiten (Referat Jugendpastoral des Erzbistums Köln, zuständig für die diözesane Weltjugendtags-Wallfahrt nach Krakau): Ich glaube, dass alle Hinweise, die auf mögliche Sicherheitsrisiken gegeben werden, ernst zu nehmen sind. Das Erzbistum Köln führt auch in diesem Jahr zum Weltjugendtag eine eigene Wallfahrt durch. Wir hatten das Glück, Anfang März mit den Kollegen in Krakau zu sprechen und haben dort den Eindruck gewonnen, dass wirklich alle Dinge - das betrifft Unterkunft, Verkehr, sicherlich auch Sicherheitsfragen dort sehr genau im Blick sind und sehr gut vorbereitet sind, so dass wir da eigentlich keine Sorgen haben müssten.

domradio.de: Es hat immer wieder Warnungen vor Weltjugendtagen gegeben, dass etwas schwierig werden könnte, z.B. Engpässe bei der Unterkunft oder beim Transport. Bisher ist es aber immer gut gegangen.

Beiten: Ich weiß von früheren Weltjugendtagen, dass es immer auch Sicherheitskonzepte gegeben hat. Ich habe persönlich den Vergleich zum Weltjugendtag in Madrid. Dort hatten wir aufgrund der Organisation wirklich auch mit Herausforderungen zu kämpfen. Mit diesen Herausforderungen rechnen wir aufgrund der Kontakte, die wir jetzt zu den Kollegen in Krakau und in Breslau hatten, überhaupt nicht. Das ist wirklich so, dass es sehr gut vorbereitet ist, dass die Pfarreien wissen, wer zu ihnen als Gäste kommt, dass es in Krakau zum Beispiel Konzepte gibt. Mit der Stadt ist  abgesprochen worden, dass für den Zeitraum des Weltjugendtages Straßenbahnen komplett anders fahren. Im Grunde ist sehr viel bedacht worden ist, was diese große Zahl der Jugendlichen, die zum Weltjugendtag erwartet wird, betrifft und dass man damit auch sicherlich zu Recht kommen wird. Es wird eng werden, aber ich habe im Moment keine Anzeichen, dass wir da etwas befürchten müssen, was vielleicht durch diese Meldungen momentan auch provoziert wird.

domradio.de: Sie haben also nach Ihrem Besuch in Polen, den Eindruck, dass es ganz gut vorbereitet ist?

Beiten: Es ist sehr gut vorbereitet. Vielleicht noch ein Hinweis, es gibt im Gebiet der Stadt Krakau ein Festgelände, wo der frühere Papst Johannes Paul II. schon einmal mit 2,5 Millionen Besuchern war. Die Verantwortlichen des Weltjugendtags haben sich entschieden das Gelände nicht zu nehmen, weil sie sagen, das ist zu eng. Wir haben da nicht die Möglichkeiten, eine sichere und gut organisierte Veranstaltung durchzuführen. Es ist jetzt weiter außerhalb ein Veranstaltungsgelände vorgesehen, was entsprechend zu erreichen ist. Es liegt ca. 20 Kilometer vor der Stadt.

domradio.de: Der Weltjugendtag in Krakau findet Ende Juli statt - sie bieten von der Jugendpastoral im Erzbistum Köln ein rundum Sorglospaket an, um dabei zu sein. Was ist alles drin in diesem Reise- und Pilgerpaket?

Beiten: Es gibt eine große Diözesane Wallfahrt zum Weltjugendtag. Es gibt mittlerweile über 600 Jugendliche, die sich aus dem Gebiet des Erzbistums bereits angemeldet haben, die sich auf die Kontakte freuen, die sich ergeben werden. Der Weltjugendtag ist ja ein Festival des Glaubens, ein Fest der Begegnung, da ist wirklich was los. Es ist so, dass wir noch bis zum 15. April die Möglichkeit haben, Gruppenanmeldungen entgegenzunehmen. Ich weiß von vielen Gruppen, dass sie immer noch ganz eifrig überlegen, wie sie den Teilnahmebeitrag reduzieren können. In dem Paket ist die Anreise zum Weltjugendtag drin, man kann wählen zwischen einer längeren Reise, wo man vorher noch vier Tage zu den Tagen der Begegnung in Breslau ist. Das ist auch eine sehr schöne Geschichte. Es sind die gesamten Gebühren, die beim Weltjugendtag anfallen, auch drin. Im Grunde braucht man nur noch Taschengeld. 

Das Interview führte Uta Vorbrodt.        

 

 

(dr)

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